Ausstellung "heimat ver-rückt"


Intensive Planungen mit humorvollen Seiten (Anke Skupin, Joseph Bender, Ulrich Halbach)...
... und auch mit nachdenklichen Aspekten (Prof. Ulrich Bordorf, Tobias Bäcker)

04.06.2018

Ausstellungsbauer für Umsetzung gesucht Erste Ideen für die Säule "Kunst" angedacht

Mit einem Rückblick auf den Informationst-Termin mit örtlichen Journalisten im Mai wurde die jüngste Sitzung der Arbeitsgruppe zur neuen Ausstellung eingeleitet. Als Resümee  konnte ein insgesamt positives Echos in Presse und Bürgerschaft festgehalten werden.

Das primäre Thema der Ausstellungsgruppe wird in den kommenden Wochen die Suche nach einem passenden Ausstellungsgestalter zur weiteren Umsetzung des Konzeptes "heimat ver-rückt" sein. Das wurde beim vorigen Treffen beschlossen. Zu diesem Thema wird es bei der nächsten Sitzung des Teams Ende Juni noch weitere Informationen geben.

Des weiteren wurde beraten, den Bereich „Kunst“ zu heimischen oder heimatverbundenen Künstlern - eine der drei Säulen der neuen Ausstellung in ehemaligem Museumsgebäude und Markschänke - weiter vorzubereiten. Dazu werden erste Ideen gesammelt, Kontakte aufgenommen und mögliche Organisations-Modelle angedacht.

Die Ausschreibungen und Verhandlungen der Baugruppe haben ergeben: Mit der endgültigen Entrümpelung und Vorbereitung für den Umbau der alten Marktschänke kann nun auch in wenigen Wochen begonnen werden.

Redaktion + Fotos: Martina Horstendahl


Bei einer Konferenz mit den Journalisten der örtlichen Presse stellten die Mitglieder der Ausstellungsgruppe das Rahmen-Konzept für "heimat ver-rückt" der Öffentlichkeit vor

07.05.2018

Konzept-Rahmen für „heimat ver-rückt"                                                       stützt sich auf drei inhaltliche Säulen

Museums-Experten und Expertinnen planen mit Bürgern und Bürgerinnen an einem Tisch:                                          Neue Ausstellung mit Exponaten aus Stadtgeschichte, Bürgerschaft  und Kunst

Der Konzept-Rahmen für die neue Ausstellung im Obergeschoss von Altem Rathauses und Marktschänke steht. Eine Lenkungsgruppe, in der Schwerter Bürger und Bürgerinnen ebenso mitwirken wie die Museums-Experten und Expertinnen Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin des LWL-Museumsamts in Münster), Dr. Ute Koch (LWL Museumsamt), Prof. Dr. Ulrich Borsdorf  (ehem. Direktor des Ruhr Museums Essen) und der Vorstand der Bürgerstiftung St. Viktor, hat erste Konturen gezogen und mit dem Feinschliff begonnen. Auf einer Pressekonferenz wurden die Ideen und Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt.

Vielschichtige Sicht auf Heimat

Die Ausstellung unter dem Titel „heimat ver-rückt“ soll immer wieder aufs Neue den Blick auf Heimat verändern, soll positives Empfinden wie auch kritische Sichten einbeziehen. Zu der Vielschichtigkeit des Begriffs gehören Bleiben und Gehen, Verwurzelung und Vertreibung, Wohlbehagen und Ausgrenzung ebenso wie Hoffnung und Hölle oder Erinnerung und Gegenwart. Die Besucher und Besucherinnen sollen mit allen Sinnen den Facettenreichtum von Heimat erleben – digital und analog.  „heimat ver-rückt“ vermittelt die zahlreichen Perspektiven basierend auf drei Säulen.

1. Säule: Exponate erzählen Stadtgeschichte

Erste wichtige Faktoren sind Exponate aus dem Schwerter Fundus, die Geschichten zur Stadthistorie und zu den Menschen jener Zeit erzählen. Da dokumentiert der lederne Löscheimer,  der an die zahlreichen mittelalterlichen, gemeinschaftlich gelöschten Brände in Schwerte erinnert, eine andere Heimat-Geschichte als das großes Leid widerspiegelnde Foto der Zwangsarbeiter im Eisenbahnausbesserungswerk. Die alte Schultüte voll wärmender Kindheitserinnerungen löst angenehmere Heimat-Gefühle aus als der Koffer voller Stolpersteine, der schmerzhaft den Rückblick auf vertriebenes jüdisches Leben in Schwerte lenkt.

Das Verfahren der „erzählenden Exponate“, die weit über ihren Nutzwert hinaus Auskunft geben über ihre Zeit, ihr Umfeld und über das gesellschaftliche Leben damals, wird anhand zweier Löffel und ihrer Geschichte veranschaulicht, die im Magazin des ehemaligen Ruhrtal-Museums lagern.

Prof. Ulrich Borsdorf und Dr. Ulrike Gilhaus im Gespräch mit Journalist Björn Althoff

Schwerter geben den Löffel ab 

Der eine Löffel trägt die Geschichte des Schwerter Fritz Pferdekämper: Mitte/Ende  des 19. Jahrhundert ist die jüdische Gemeinde (gegründet 1854) auf Fritz Pferdekämper zugekommen, ob er ihnen nicht ein Stück Land zwischen Hüsing- und Osten-Tor zur Verfügung stellen könne für die Bestattung ihrer Toten. Dem ist Fritz Pferdekämper nachgekommen.  Als Dank bekam Fritz Pferdekämper fortan für jeden zu Grabe getragenen verstorbenen Juden einen Löffel geschenkt (siehe Tradition: Löffel abgeben). ). Möglicherweise kann einer der bisher noch „geschichtslosen“ Löffel aus dem Museums-Inventar, deren Eingang ohne weitere Hintergrundhinweise aufgenommen worden ist, diesem Bericht zugeordnet werden.

Mondsüchtiger vom Kirchturm gerettet

Die zweite Löffel-Geschichte rankt sich um einen Löffel im Bestand des alten Ruhrtalmuseums, der lange zwischen vielen anderen für die Kinder hoch spannenden Geheimnissen auf dem alten Dachboden der Familie Senn an der Jägerstrasse aufbewahrt war. Er hat dem Ururgroßvater gehört, der einen Mondsüchtigen vom Kirchturm der St. Viktorkirche heruntergeholt haben soll, wie die heute 85-jährige Schwerter Künstlerin Sigrid Baumann Senn erzählt.: „Was ich sicher weiß: Einer meiner Vorväter der Schwerter Landwirtfamilie Duhme hat als Preis oder Belobigung für die beste Gerstenernte von Schwerte einen silbernen Löffel erhalten.“ Dieser Löffel mit der Gravur  „Am ersten Marckttage in Schwerte“ und „Dem der die beste Gerste brachte“ ist im Inventar des ehem. Museums zu finden.  Das Stielende ist mit dem Schwerter Wappen und dem  Datum „3t Juny 1801“ gekennzeichnet.

Meilensteine der bürgerschaftlichen Stadtgeschichte

Aufgegriffen werden zudem Meilensteine der bürgerschaftlichen Stadtgeschichte. Unter dem Thema „Bürger machen Stadt“ sind hier z.B. das Schwerter Schichtwesen und das nachbarschaftlich organisierte Pannekaukenfest zu finden. Dort einzureihen sind auch das Bürgerbad Elsebad oder die Bürgerstiftungen Rohrmeisterei und St. Viktor.

2. Säule: Ausstellungsstücke aus dem Hier und Jetzt

Ein weiteres Standbein der Ausstellung bilden Objekte, die die Gegenwart dokumentieren – die von Bürgerinnen und Bürgern gefunden, vorbeigebracht oder gefertigt und von Fachleuten als ausstellungswert befunden und kuratiert wurden. Die in einem ehrenamtlichen Bürger-Projekt entstandene „Starke Frau“ könnte, falls entsprechend bewertet, ein solches Objekt sein.

Auch in Wechselausstellungen werden die von Bürgerinnen und Bürgern gefertigten Werke präsentiert. Beispiele dafür sind die in Bürger-Projekten der Bürgerstiftung St. Viktor unter dem Jahresthema „Heimat“ erstellten künstlerisch umgearbeiteten Stellwände der alten Museumsausstellung oder die Fotografien und Zeichnungen mit einem Einblick in das verlassene Innere der alten Marktschänke.

So soll künftig in Fortführung der Bürger-Projekte zu verschiedenen Jahresthemen gearbeitet und ausgestellt werden. Auch Schulprojekte können dort problemlos anknüpfen und einfließen.

3. Säule: Werke von großen Kindern der Stadt

Den dritten inhaltliche Pfeiler gestalten Kunstwerke von Schwerter Künstlern und Künstlerinnen, die überregionale oder gar weltweite Anerkennung errungen haben wie z.B. Rosemarie Trockel, Architektin Prof. Verena Dietrich und weitere, die wiederum ganz andere Blicke auf Heimat bieten.

Spannend für Schwerter und auswärtige Besucher

„heimat ver-rückt“ ist nicht nur für lokale Besucher und Besucherinnen attraktiv gestaltet, sondern wird auch überregionale Gäste von nah und fern anziehen und somit eine nachhaltige Institution werden. Die Schwerterinnen und Schwerter werden sich in ihrem Bürger-Engagement heimisch fühlen, sich aber auch mit der Ausstellung identifizieren und ihre eigene Geschichte darin wieder finden.

Auswärtige Besucher und Besucherinnen ziehen den Reiz aus der Bearbeitung des Themas Heimat, dessen breitgefächerte Interpretation und Präsentation weit über die Ausstellungen herkömmlicher Heimatmuseen hinaus gehen wird. Denn über die lokale Heimatbezogenheit hinaus soll auch größer und überregionaler gedacht werden, indem Fenster für größere Zusammenhänge eingerichtet werden, die den Blick globaler lenken und die eigene Heimat in anderen Relationen erfahrbar machen.

Vertrautheitsschwund entsteht durch sich schnell verändernde Realität:                                                                                        Eine Heimat-Ausstellung mit kollektiver Erinnerung kann ein Anker sein

Prof. Ulrich  Borsdorf erläuterte zur Pressekonferenz die Chancen, die sich heutigen Museen bieten: „Wir leben in der heutigen Zeit in einer sich schnell verändernden Realität, damit geht ein Vertrautheitsschwund  einher. Museen können da einen Anker bilden und Möglichkeiten zur individuellen und auch kollektiven Erinnerung bieten.“ Aufgabe der Museen sei aber auch die Aufklärung - einen anderen Blick zu öffnen.

Er zeichnete auf, dass viele Museen mit Besucherschwund zu kämpfen haben und daher Konzepte nach dem Schema „von der Eiszeit über die Industrialisierung bis heute“ langweilig seien. Heute sei gefragt, interessante Themen für eine Ausstellung herauszuschälen, die ein besonderes Merkmal, ein Alleinstellungsmerkmal des Museums und der Stadtgeschichte darstellen. Für Schwerte mit seinem besonders starken Bürger-Engagement könne das die „Heimat-Liebe“ sein, daher das Thema der neuen Ausstellung im ehemaligen Museum „heimat ver-rückt“. Prof. Borsdorf betonte aber auch, dass das Thema Heimat wie der Titel "heimat ver-rückt" zeige, hinterfragt werden müsse, was ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgruppe sei: „Wir werden das Thema Heimat auf die Röntgenplatte legen und durchleuchten, um die verschiedenen Schichten hervorzuholen und zu zeigen.“

Besucher und Besucherinnen können mithelfen:                                                                                                                       Partizipativer Ansatz für die neue Ausstellung geplant

Dr. Ulrike Gilhaus nahm den Gedanken auf und unterstrich, dass auch das Schwierige des Begriffs Heimat gezeigt werden soll. Ein Beispiel ist der Missbrauch positiver Bindungen zur Heimat in den beiden Weltkriegen, um menschliche und finanzielle Opfer zu erwirken. Gilhaus öffnet das Feld der Beispiele weit: „Wir möchten auch Exponate zeigen, die das Gebrochene zeigen.“

Wichtiger Bestandteil der neuen Ausstellung sei der partizipative Ansatz, die Idee der bürgerschaftlichen Mithilfe. „Wir möchten die Besucher und Besucherinnen mit einer Hypothese konfrontieren, an deren Beleg sie als historische Laien mit Einsatz digitaler Medien in einer Art ‚gläsernem Labor’ mitarbeiten können,“ erklärt Dr. Gilhaus und führt weiter aus: „Wir haben oft nur die Funktion, aber keine individuelle Nutzungsgeschichte zu den Objekten, weil diese nicht festgehalten und dokumentiert wurde. Doch daraus bilden wir nun einen Vorteil.“ Denn die Exponate stünden somit nicht als Symbole für eine individuelle Geschichte, sondern viele Exponate könnten als kollektive Erinnerung betrachtet und kollektiv mit Erfahrungen besetzt werden. So könnten die Objekte durch die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger mit deren Erinnerungen gefüllt werden.

Und vielleicht weiß der ein oder andere der Schwerterinnen und Schwerter ja auch noch Herkunft und Kontext einiger Exponate aus dem Museums-Magazin, denen dann unter Umständen ihre eigene Geschichte wieder gegeben werden kann.

Im Herbst wird die Ausstellungsgruppe dazu einen entsprechenden Aufruf starten mit der Bitte um Mithilfe.

Text und Fotos: Martina Horstendahl


Die Museumsexperten Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin des NRW-Museumsamts in Münster) und Prof. Dr. Ulrich Borsdorf (ehem. Direktor des Ruhr Museums Essen) setzen sich mit ihrem Fachwissen engagiert im Arbeitskreis „Ausstellungskonzept“ ein.

08.03.2018

Arbeitsgruppe „Heimat-verrückt“ legt konkrete Ergebnisse vor

Feinjustierung des bewilligten Ausstellungskonzeptes für das Ensemble geht effizient voran

Es geht weiter voran. Bereits in der zweiten Sitzung der Arbeitsgruppe „Ausstellungskonzept“  wurden erste Ergebnisse aus den verschiedenen kleineren Teams vorgelegt, um das schon im vorigen Jahr bewilligte Ausstellungskonzept noch weiter zu verfeinern und verschiedene Stellschrauben fest zu ziehen.

Berichte wie aus den Arbeitskreisen „Bestandssichtung“ und „Fundraising“ zeigten, dass die Gruppen schon ein gutes Stück des Weges gegangen sind und bereits erste Fortschritte erzielt wurden. Ein Fundraising-Flyer sowie eine Informations-Broschüre sind in Arbeit und lagen schon in ersten Skizzen vor.

Die Gruppe „Lackmustest“  (Einordnung und Prüfung eines Objektes in verschiedenen Zusammenhängen)  stellte ihre Denkansätze und konkreten Anregungen vor, wie die Mehrdeutigkeit ausgesuchter Objekte dargestellt werden könnte. Zu diesem Thema werden Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin des NRW-Museumsamts in Münster) und Prof. Dr. Ulrich Borsdorf  (ehem. Direktor des Ruhr Museums Essen) gemeinsam ergänzende Ausarbeitungen vornehmen.

Prof. Dr. Borsdorf fasste zusammen, was allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Arbeitskreises bei der Ausfeilung des Konzeptes mit dem Thema „Heimat-verrückt“ ein wichtiges Anliegen ist: „Wir müssen immer die ganze Bandbreite des Begriffs Heimat im Blick haben – mit all seinen vielschichtigen Bedeutungen in geografischer, biologischer, soziologischer, kultureller und politischer Sicht.“  Die „Verrückung“ des Begriffs Heimat soll immer im Mittelpunkt stehen. 

Dazu werden nach Erreichen und Bündelung der ersten gedanklichen Zwischen-Ziele und der Schaffung einer fundierten Diskussionsbasis zur (Aus-)Richtung der künftigen Ausstellung auch die Vorstellungen und Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger zu dem Begriff Heimat erfragt und mit eingearbeitet.

Weiter geht es beim nächsten Treffen im April. Dafür ist die Liste der Arbeits-Aufträge für einzelne Teams wieder neu und fortführend aufgestellt worden, um weiterhin so effizient voranzukommen.

Text und Fotos: Martina Horstendahl


13.02.2018

Großer Schritt nach vorn: Heimat verrückt

12er-Runde bringt Ausstellungskonzept für das Ensemble auf Linie

Ein großer Schritt nach vorne wurde vollzogen: Nach zuletzt stagnierender Entwicklung eines Ausstellungskonzeptes für das Ensemble der Bürgerstiftung rund um St. Viktor am Markt, hat nun eine Lenkungsgruppe erste Ziele und weitere Ausrichtung konkret erarbeitet.

Unter der fachkundigen Leitung von Moderatorin Frauke Burgdorff  (Agentur für kooperative Stadtentwicklung) hat sich eine Runde von 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Schwerter Bürgerschaft, Stiftungsvorstand, Museumsexperten und der Leiterin des Museumsamtes Westfalen Dr. Ulrike Gilhaus einen ganzen Tag  zusammengesetzt.  Eingeleitet wurde der Workshop mit einer ersten Gedankensammlung, um die Ansprüche an die Ausstellung, mögliche Themen und Inhalte, Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten zu sammeln und abzuwägen.

Als Überschrift der Ausstellung wurde schließlich das Leit-Thema „Heimat verrückt“ festgehalten, das den Heimat-Begriff in seiner Ambivalenz und Vielschichtigkeit darstellt und ebenso breitgefächert in der Präsentation umgesetzt werden kann. Dabei soll herausgearbeitet werden, dass nicht einfach ein weiteres „Heimat-Museum“ entsteht, sondern der Begriff „Heimat“ in vielen Variationen über- und weitergedacht wird. 

Die einzelnen Bausteine zu diesem Thema werden zum Beispiel der Schwerter Geschichte entnommen, um eine große Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit der Ausstellung zu erreichen, indem sie sich und ihre Geschichte wieder finden (verrückt nach Heimat) oder auch dem Aspekt Flucht und Zuflucht (verrückte Heimat) gewidmet. Zum anderen soll aber auch größer und überregionaler gedacht werden, indem Fenster für größere Zusammenhänge eingerichtet werden, die den Blick globaler lenken und die eigene Heimat in anderen Relationen erfahrbar machen.

Anhand der Vorgabe „Heimat verrückt“ haben sich nun verschiedene Arbeits-Teams zusammengetan, die sich einzelnen Aufgaben widmen, um das Projekt in ersten Abschnitten hin zu einer  zunächst groben und letztendlich auch feinen Endkonzeption zu führen. Zu den Aufgaben der Teams zählen zunächst u.a. : Auf- bzw. Festschreibung von inhaltlichen Leitlinien, die Sichtung des Objektbestands im Museums-Magazin,  die Abstimmung mit Architekten und Ausstellungsbauer und die Feststellung von Personal-Bedarf und -Möglichkeiten.

Die Ergebnisse werden in der nächsten Sitzung in drei Wochen zusammengetragen, um so den nächsten Schritt zu planen. Dann werden sicher auch die entstehenden Spannungsfelder und deren Entspannung, wo nötig, ein weiteres Thema des  Konzeptionsteams sein. Die Runde wird sich nun in regelmäßigem Turnus treffen, um anhand eines Zeitplans zügig und ergebnisorientiert vorwärts zu kommen, um am Ende ein tragfähiges Ausstellungskonzept präsentieren zu können.

Redaktion und Fotos: Martina Horstendahl

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe "Ausstellungskonzept" sind:

Tobias Bäcker Rohrmeisterei
Ulrich Halbach Ev. Kirchengemeinde
Joseph Bender Förderverein Ruhrtalmuseum
-> Vorstand der Bürgerstiftung rund um St. Viktor

Dr. Ulrike Gilhaus Leiterin des LWL Museumsamts, frühere Leiterin des LWL Museums Zeche Zollern, Vertreterin des Fördergebers
Prof. Dr. Ulrich Borsdorf Direktor des Ruhr Museums a.D., Mitglied des Vorstandes der Stiftung Zollverein
Dr. Ute Christina Koch wissenschaftliche Referentin des LWL Museumsamtes
-> Museums-Experten
 
Dr. Gernot Folkers  Oberstudienrat a.D., ehm. Studienleiter Ev. Studienwerkt Villigst
-> Vertreter des Kuratoriums der Bügerstiftung und des KuWe-Be-Verwaltungsrats
 
Martina Horstendahl Öffentlichkeitsarbeit und Koordination des Bürger-Engagements der Bürgerstiftung
Anke Skupin Koordinatorin Bürger-Kommune Stadt Schwerte
Ilka Heiner Journalistin
-> Vertreterinnen des Bürgerengagements und der Kultur in Schwerte
 

Die Leitung des Auftakt-Wokrshops hatte Frauke Burgdorff von der Agentur für kooperative Stadtentwicklung  www.burgdorffstadt.de/ueber-uns/