Aus Alt mach Kunst II


Heimat-Wände auf Torunee unterwegs in Schwerte

Ergebnisse des Bürger-Workshops "Aus Alt mach Kunst" finden großen Anklang und wirken weit in die Stadt hinein

IM RATHAUS: Bürgermeister Dimitrios Axourgos (l.) begrüßte zur Ausstellung im Rathaus neben den Organisatorinnen des Bürger-Projekts Koordinatorin Martina Horstendahl (Bürgerstitung St. Viktor, 3.l.) und Workshop-Leiterin Martina Schulte (Kreativ-Werkstatt "Kunst mal anders",4.l.) ganz besonders die beiden Schwerter Künstlerinnen Claudia Funck (2.l.), die das Thema "Ruhrgebiet" bearbeitet hat...
und Ingrid Roth-Bussmann (2.r.), die zusammen mit Sabine Bruchmann-Alek das Werk "Die Welt" zum Thema Nachbarschaft und Vernetzung erschaffen hat.
IM REISEBÜRO BLUHM: Marion Bluhm (r.), Inhaberin des gleichnamigen Reisebüros in der Friedrich-Hegel-Strasse und Mitarbeiterin Susanne Koch (l.) waren sofort von der Wand "Home" von Anke Koslowski überzeugt, denn die Schwerter Künstlerin zeigt mit ihrem Werk, dass sie ihre Heimat bei ihren Reisen überall auf der Welt an schönen Orten finden kann. Ein perfektes Credo für eine Reisebüro-Präsentation fand Marion Bluhm und erwarb die Wand gegen ein kleine Spende an die Bürgerstiftung als passende Inspiration für ihre reishungrigen Kunden.
IN DER VOLKSBANK: Niederlassungsdirektor Lars Kessebrock hat gerne die Ausstellung mit Wänden des Bürger-Projekts in seine Schalterhalle in der Kuhstrasse eingeladen. Zu sehen waren vier Wochen lang die Werke von Christiane Hesse, die den Bebauungsplan "Gänsewinkel" verarbeitet hat,
Vera Wysuwa hat für ihr in mhereren Schichten gearbeitetet Werk den Titel "Zeit in Schwerte, Schwerte in der Zeit" gewählt - neu steht neben alt. Sie lädt ein zum genauen Hinschauen, zur Endeckungsreise in das Werk.
Die Multiple Sklerose Gruppe war mit ihrem Werk "Trotzdem" dabei, das zahreiche Figuren auf schwarzem Grund zeigt. Ute Vöckel hat mit ihrem Wortspiel aufgegriffen, wie häufig das Wort Heimat in unserem Sprachgebrauch vorkommt.
Die Ausstellung in der Schalterhalle der Volksband
Mit der "Schwerter Persönlichkeit" werfen Dunja Schelter und Sabine Ruck Fragen auf: Gefesselt von Schwerte? Fest verbunden mit Schwerte?

Zur Finissage des rundum gelungenen Bürger-Projektes "Aus Alt mach Kunst" ein herzliches Dankeschön im Namen aller Teilnehmer-innen mit Blumengruß an die drei Leiterinnen des Workshops, Expertinnen aus der Kunstschule "Kunst mal anders":  Martina Schulte, Gabi Kleipsties und Anke Koslowski


Josph Bender vom Vorstand der Bürgerstiftung rund um St. Viktor dankte allen Kreativen und Organisatorinnen der Ausstellung für das gute Gelingen des Bürger-Projektes zur Belebung des neuen Ensembles.

24.03.2018

So lebendig und vielfältig ist Heimat: 40 Schwerterinnen und Schwerter gestalteten Stellwände aus der ehemaligen Museumsausstellung

70 Gäste erfahren bei Vernissage-Rundgang spannende und moderne Sichten auf einen alten Begriff

Verstaubter Heimatbegriff? Kitschige Idylle? Mitnichten! Wie lebendig die Auseinandersetzung mit „Heimat“ sein kann, zeigte die Eröffnung der Ausstellung  „Heimat gestalten – (Neue) Wege gehen“ im Alten Rathaus/ ehem. Ruhrtalmuseum. Die 70 Besucher konnten in einem spannenden Rundgang feststellen: So Vielfältig wie die künstlerisch gestalteten Ergebnisse – so vielfältig wurde auch der Begriff Heimat ausgelegt.

Unter dem Jahresthema „Heimat“, dem die Bürgerstiftung rund um St. Viktor in diesem Jahr nachgeht,  haben sich 40 kreative Schwerterinnnen und Schwerter in einem Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ unter der Leitung von Martina Schulte (Kunstschule Kunst mal anders“ ) und deren Kolleginnen Gabi Kleipsties und Anke Koslowski zusammengefunden, um die ausgedienten Stellwände aus der alten Museumsausstellung zu verwandeln. An zehn Samstagen wurden in der zu einer Werkstatt umfunktionierten ersten Etage des Alten Rathauses zur Marktzeit 27 Stellwände bearbeitet, die nun in einer großen Vernissage dem Schwerter Publikum vorgestellt wurden.

Sternenfreunde und Ruhrstadtkinder

Mitgemacht haben neben Einzelpersonen auch zahlreiche Gruppen und Vereine aus Schwerte, Jung und Alt. Besonders eindrucksvoll sind dabei die zahlreichen Blickwinkel auf Heimat: Die Sternenfreunde sehen Heimat ganz anders als die Ruhrstadtkinder. Die Schwerter Frauengruppen legen einen anderen Focus als die Jugendlichen, die eine Elfenwelt erstellt haben. Die Zugezogenen haben eine andere Perspektive als die waschechten Schwerter Urgesteine. Die Multiple-Sklerose-Gruppe hat einen anderen Ansatz als die Gruppe Schwerter Frauengeschichten. Für die einen ist das Zuhause das Nest, für die anderen ist jeder Ort der Welt, in dem sie sich wohlfühlen, eine Heimat.

Martina Schulte (Kunst mal anders), Joseph Bender (Vorstand Bürgerstiftung) und Martina Horstendahl (Koordination des Bürger-Engagements der Bürgerstiftung) zeigten sich ebenso wie die zahlreichen Gäste beeindruckt von der starken Kreativität der Akteure und dankten in kurzen Ansprachen allen Beteiligten für die interessanten Heimat-Gefühle und die weitreichenden verschiedenen Heimat-Impressionen, die mit dieser Ausstellung übermittelt werden.

Werkstatt mit Wohlfühl-Atmosphäre

Die Kreativen selbst betonten die wunderbare Atmosphäre in der Werkstatt, den harmonischen Austausch untereinander während des künstlerischen Arbeitens, lobten Zusammenhalt und Wohlfühlmomente. Ebenso "heimisch" fühlten sich die Jugendlichen von der Musikschule Schwerte, die unter Leitung von Judith Babilon-Girsch den mit viel Beifall bedachten musikalischen Rahmen gestalteten. Auch sie bedankten sich für die spontan gute Aufnahme im Kreis der Kreativen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 7. April 2018, mittwochs und samstags während der Marktzeiten sowie auf Anfrage zu sehen.

- Und zum Schluss rundete noch eine gute Nachricht den Erfolg ab: Im Herbst wird die Werkstatt mit der künstlerischen Gestaltung der alten Vitrinen des ehemaligen Museums als weiteres Projekt aus dem "Atelier der Ideen" fortgesetzt – mit dann sicher wieder spannenden neuen Anregungen und Einblicken in das Denken und Empfinden von Heimat.

Redation und Fotos: Martina Horstendahl

Die Sternenfreunde
Ingrid Bussmann u. Sabine Bruchmann
Dunja Schelter (l.)
Anke Koslowski
Claudia Funck
Vera Wysuwa
Hanna Großen und Katharina Stapper
Multiple Sklerose Gruppe Schhwerte
Volker Bussmann und Ludger Unterstell
Christiane Hesse
Ute Vöckel
Lukas Bodemer
AG Schwerter Frauengruppen:
Birgit Wippermann und Jennifer Petroll
Familie Piwonka
Die Ruhrstadtkinder
Ferdinant Ziese
M.H.
AG Schwerter Frauengeschichten:
Lisa Schaar und Hille Schulze Zumhülsen
Canan Tuna
Claudia und Caroline Großen


Freuen sich auf viele Teilnehmer und interessante künstlerische Ideen v.l.: Martina Schulte (Leiterin Malschule "Kunst mal anders"), Martina Horstendahl (Koordinatorin der Bürger-Projekte der Bürgerstiftung rund um St. Viktor), Anke Koslowski und Gabi Kleipsties (beide Malschule "Kunst mal anders")

05.01.2018

Aus Alt mach Kunst II: Offener Workshop        zwölfmal samstags zur Marktzeit im Museum

"Heimat gestalten - (Neue) Wege gehen" / Stellwände der alten Ausstellung können von allen SchwerterInnen kreativ bearbeitet werden

Mit einem weiteren Projekt  aus dem Atelier der Ideen startet die Bürgerstiftung Schwerter Mitte in das Neue Jahr. Eine Kunstwerkstatt entsteht zurzeit in der ersten Etage des Alten Rathauses, in den Räumen der ehemaligen Ausstellung des Ruhrtalmuseums.

Unter dem Arbeitstitel „Aus ALT mach KUNST: Heimat gestalten – (Neue) Wege gehen“ stehen nun die Stellwände des Ruhrtalmuseums zum Verwandeln und Neugestalten zur Verfügung. Vielfältige individuelle Ideen können durch Bemalen und Bekleben, Montieren und Sägen umgesetzt werden. Farben und Arbeitsgeräte stehen bereit, weiterhin zahlreiche Materialien, Bild- und Texttafeln der ehemaligen Museumsausstellung sowie verschiedenste anregende Materialien aus den Beständen der Malschule (z. B. Zeitschriften, Land- und Seekarten, Bilderrahmen, Kordeln, lebensgroße Schattenfiguren aus Styropor…).

Einzelpersonen oder kleine Gruppen sind eingeladen, jeweils eine oder mehrere der 45 Stellwände (Holz lackiert, einseitig mit grober Jute bespannt, 222 x 77 x 4,5 cm) zu verwandeln, zu verfremden, zur Darstellung von Themen, Inhalten, Denkprozessen, Anliegen zu nutzen oder aber „einfach so“ die eigene Kreativität beim abstrakten oder konkreten Gestalten mit Farben und Formen zu erleben. Teilnehmen können ältere Jugendliche und Erwachsene, angesprochen sind alle, die Lust und Interesse am kreativen Gestalten haben, ob mit künstlerischer Erfahrung oder ohne Vorkenntnisse.

Martina Schulte, Gabi Kleipsties und Anke Koslowski von der Kreativwerkstatt KUNST mal anders unterstützen mit ihrer Fachkompetenz die Entwicklung und Umsetzung individueller Gestaltungsideen. Bereits bei den Vorbereitungen der Projekttage entstehen vielfältige Assoziationen, Gedanken und Bilder zu Themen wie Ruhrgebiet, Kohle, Höhlenmalerei, Wegenetze, Lebenssinn, zu Hause, Heimatplanet, Glaube, Zitate, Stadtgeschichte, Werte, Geld, Vergangenheit/ Gegenwart/Zukunft...  Das Team freut sich auf die Entwicklung weiterer Vorhaben mit den TeilnehmerInnen! Eigene Materialien können gerne mitgebracht werden.

Die Stellwände werden nach ihrer Fertigstellung in den Fenstern der  Museumshalle präsentiert und finden sich so nach und nach zu einer Ausstellung zusammen, die mit einer Finissage endet. Nach Ende des Projektes können die Stellwände mitgenommen oder für eine Versteigerung zur Verfügung gestellt werden. Die Stellwände sind vielfältig einsetzbar, sie eignen sich z. B. als Paravent, Flügelbild oder Wandgestaltung für zu Hause oder die Institution, die Firma.

Das Projekt findet ab dem 13. Januar 2018 als Offene Workshop-Reihe an zehn Einzelterminen während der Marktzeit samstags vormittags von 10.30 bis 13.00 Uhr  in den Räumen des Ruhrtalmuseums in der 1. Etage des Alten Rathauses statt . Bei Bedarf kann auch ebenerdig in der Halle im Erdgeschoss gearbeitet werden. Eine Anmeldung zu den einzelnen Samstagsterminen ist nicht erforderlich, aber zur besseren Planung erwünscht (Tel.: 02304-243400, email: kunstmalanders@web.de). Es entstehen keine Teilnahmekosten, Spenden für die Bürgerstiftung sind willkommen.

„Aus ALT mach KUNST“ ist ein finanziell gefördertes Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor und wird von der Koordinatorin Martina Horstendahl auch redaktionell auf der Homepage der Bürgerstiftung begleitet (Info: www.schwerter-mitte.de).

Text: Projekt-Team Aus Alt mach Kunst

Inpressionen aus dem Workshop

Fotos: Martina Horstendahl

Die die mit Jute bezogenen Stellwände werden
zur künstlerischen Bearbeitung geprüft und ausgewählt
aufgebaut
und vorbehandelt
Arbeitskleidung angelegt und auf zur Tat
Zahreiches Material steht bereit: Kordeln
Kohle
bunte Papiere
Stoffe
Pappen
Steine
und Farben
und dann konkrete Anfänge
der Umsetzung von ersten Ideen
und gestalterischen Versuchen
 

40 Kreative präsentieren 19 Projekte auf 27 Stellwänden

„Aus ALT mach KUNST: Heimat gestalten – (Neue) Wege gehen“

Kreativwerkstatt KUNST mal anders und Bürgerstiftung rund um St. Viktor verarbeiteten mit Bürgerinnen und Bürgern altes Ausstellungsinventar des ehemaligen Museums künstlerisch: Vernissage 24.3. um 11 Uhr

Ein Koffer, weit gereist und voller Erinnerungen an Orte und Länder – archaische Relikte, unsere Wurzeln bis heute - Kohle, Förderturm und Zechenkumpel aus dem nahen Ruhrgebiet – historische Verbindungen und Wegenetze – Radwege durch grüne Wiesen am Wasser entlang, die Ruhr als Oase - soziale Vernetzungen, tragende Beziehungen – zusammen Ideen entwickeln und in die Welt bringen, Gemeinschaft (er)leben – Frauen, die die Erde lieben, Frauen, die Schwerte bewegen – Männer, die uns den Weltraum nahe bringen – Elfenwesen am Lichttor und Leben in bunten Farben,  Gestaltungen für das Zuhause – Heimatwortspiele – Altes Rathaus und St. Viktor-Kirche, Ruhrlandschaft und Rohrmeisterei, Wahrzeichen unserer Stadt – Schwerter Persönlichkeiten…

Während der vergangenen zehn Wochen nutzten insgesamt 40 kreative Menschen das Angebot in den Räumlichkeiten des  Ruhrtalmuseums, um im Rahmen von Offenen Workshoptagen am Samstagvormittag ihre ganz persönlichen Ideen, Gedanken, Bilder rund um das Thema „Heimat“ mit Farben und Formen sowie vielfältigen Materialien künstlerisch und kreativ zum Ausdruck zu bringen. Allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen verwandelten die Jugendlichen und Erwachsenen insgesamt 27 alte Stellwände aus der ehemaligen Museumsausstellung und verwirklichten 19 ganz unterschiedliche Projekte, die nun während der Osterferien in der Museumshalle gezeigt werden.

Kunstwerkstatt auf alter Ausstellungsfläche

Martina Schulte hatte mit der reichhaltigen Ausstattung ihrer Malschule KUNST mal anders und Überbleibseln aus der alten Museumsausstellung die verwaisten Räume der ersten Etage des Museums in eine anregende Kunstwerkstatt verwandelt. Zusammen mit ihren Kolleginnen Gabi Kleipsties und Anke Koslowski unterstützte sie die TeilnehmerInnen bei der Nutzung der zur Verfügung stehenden Farben, Werkzeuge und Materialien, um auf den zahlreichen, mit Jute bespannten ausgedienten Stellwänden Bilder und Collagen zu verwirklichen, die jeweils ganz individuell das Thema Heimat ausdrücken. Die lebendige und inspirierende Arbeitsatmosphäre genossen nicht nur die engagierten TeilnehmerInnen, auch die zahlreichen Besucher der Werkstatt zeigten sich beigeistert und nutzten die Gelegenheit für anregende Gespräche an den Samstagvormittagen.

Musikalisches Rahmenprogramm

Die Ausstellung wird am kommenden Samstag, 24.3. um 11 Uhr eröffnet. Den musikalischen Rahmen gestalten die SchülerInnen der Musikschule im KuWeBe Okan Köse (Klavier) sowie Judith Bischoff (Klavier) und Ann-Katrin Moor (Gesang) unter Leitung von Judith Babilon-Giersch.

Die Öffnungszeiten finden an den Markttagen statt: Samstag, 24.3., 31.3. und 7.4. jeweils von 10 bis 14 Uhr sowie Mittwoch, 28. und 4.4.2018 jeweils von 10 bis 13 Uhr.

Stellwände können erworben werden

Am Samstag, 7.4., wird die Ausstellung ab 11 Uhr mit einer Finissage beendet. Weitere Öffnungszeiten sowie Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Die künstlerisch gestalteten Stellwände können gegen eine Spende an die Bürgerstiftung erworben werden. Sie sind vielfältig einsetzbar und eignen sich z. B. als Paravent, Flügelbild oder Wandgestaltung für zu hause, die Institution, die Firma. Interessierte melden sich bitte bis zum Ende der Ausstellung in der Malschule und Kreativwerkstatt KUNST mal anders (02304-243400 oder kunstmalanders@web.de).

„Aus ALT mach KUNST“ ist ein finanziell gefördertes Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor und wird von der Koordinatorin Martina Horstendahl auch redaktionell auf der Homepage der Bürgerstiftung begleitet (Info: www.schwerter-mitte.de).

Text: Projektgruppe Aus Alt mach Kunst