08.03.2019

closeRTo: Rosemarie Trockel inspiriert junge Menschen                             zur Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt

Schüler*innen setzen ihre Erfahrungen, ihre Sicht und ihre Empfindungen in spannende Kunstwerke um

Das Haus war voller junger Menschen – und alle waren aufrichtig begeistert: Die spannende und faszinierende Ausstellung mit Schülerwerken zu der in Schwerte geborenen Welt-Künstlerin Rosemarie Trockel hat viel Aufmerksamkeit erweckt. Mehr als 100 Gäste waren zur Ausstellungseröffnung gekommen - darunter Vertreter der Schwerter Schulleitungen ebenso wie der Stadt, für die der 1. Beigeordnete Hans-Georg Winkler die Ausstellung besuchte. Auch er zeigte sichtlich angetan von der Veranstaltung.

Einleitend erklärten einige Schüler*innen ihre Arbeitsweisen
1. Reihe v. links: Die engagierten Lehrerinnen Marnie Westerhoff (FBG), Sina Weber (Gesamtschule) und Andrea Köcher (RTG)

Würdigung von RT in ihrer Geburtsstadt ist hervorragend gelungen

Die Idee zu der Aktion mit Schwerter Lehrinnen und Schüler*innen sowie dem Berufskolleg Bestwig hatte die ehrenamtlich agierende Bürger*innen-Projektgruppe „Rosemarie Trockel - RT“  aus dem Atelier der Ideen der Bürgerstiftung St. Viktor. Mit zahlreichen Projekten strebt die Gruppe an, die Künstlerin RT in ihrer Geburtsstadt bekannter zu machen und intensiver zu würdigen.

Dies ist mit der Schüler*innen- Ausstellung erneut hervorragend gelungen. Birgit Wippermann fasste als Sprecherin der Projektgruppe zusammen: „Das ist super gelaufen. Wir sind mehr als zufrieden.“ In ihrer Begrüßungsrede betonte sie das lobenswerte Engagement der Schüler und Schülerinnen von Ruhrtal-Gymnasium, Friedrich-Bährens-Gymnasium, Gesamtschule Gänsewinkel und Berufskolleg Bestwig.

Schüler*innen und Lehrerinnen haben ihr Herzblut in die Arbeit gesteckt

Birgit Wippermann unterstrich aber vor allem auch den dankenswerten, großen Einsatz der Schwerter Kunst-Lehrerinnen Sina Weber (Gesamtschule), Andrea Köcher (RTG), Marnie Westerhoff (FBG) sowie deren Kollegin aus Bestwig, die im Unterricht mit großer Kenntnis an das Thema Rosemarie Trockel herangeführt und die Ausstellung gemeinsam mit den Jugendlichen mit viel Herzblut aufgebaut haben. Die entstandenen kreativen Auseinandersetzungen der Schüler*innen zeigen, auf welch wunderbaren Weg die Schüler und Schülerinnen im Unterricht gebracht worden sind.

Geschlechterrollen und Frauenstereotype werden hinterfragt

Da werden, inspiriert von RT und ihrem Werk, Geschlechterrollen und Frauenstereotype von den Schülern der Oberstufe feinsinnig hinterfragt. Kritik an der Heimatstadt, am Land, an der Welt geübt. Dabei wird auf beachtlich kreative Weise der Raum mit einbezogen, der bereits von den ersten Eingriffen des Umbaus gezeichnet ist. So werden z.B. übriggebliebene Halterungen der ehemaligen Museums-Ausstellung, abbröckelnder Putz oder Flecken in der Wand korrespondierend in das Ausstellung-Design mit eingearbeitet. Die jüngeren Schüler*innen der Klasse 6 überzeugen mit ihren Tierhäusern, die manchmal den Einsatz für die Ökologie spiegeln, humorige Lösungen aufzeigen oder mit praktischer als auch futuristischer Architektur überzeugen.

Jugendliche nehmen Betrachter mit in ihre divergierenden Lebenssichten

Äußerst  spannend ist auch die Foto-Serie  „Leben heißt...“, die individuelle und komplett unterschiedliche Lebenssichten und Werte der Schüler*innen der Stufe 10 wiedergeben. So bietet sich ein Einblick in das Leben unserer Jugendlichen, der vielleicht auch für ein wenig mehr Verständnis sorgen kann. Zur Eröffnung standen die Jugendlichen bei ihren Werken und gaben freundlich Auskunft allen, der interessiert waren – und das waren bei weitem nicht nur die mit Recht stolzen Eltern.

Trockel-Themen wurden hochmotiviert und mit viel Spaß bearbeitet

Insgesamt war die Stimmung während der Eröffnung sehr angeregt und offen, ebenso wie während der Arbeit im Unterricht. Die Lehrerinnen berichteten von interessanten Diskussionen, großer Motivation und richtigem Spaß, mit denen die Schüler*innen zu Werke gegangen sind.

Erste gemeinsame Aktion der weiterführenden Schulen in Schwerte

Ein weiterer Aspekt der Aktion wird noch von der Projektgruppe RT  besonders hervorgehoben: Das war eine erste gemeinsame Aktion der weiterführenden Schulen in Schwerte! Und weil es so gut funktioniert hat, überlegen die Lehrerinnen bereits, welche Projekte sie künftig schul-übergreifend gemeinsam in Schwerte angehen können.

Engagierte haben in der Schwerter Mitte alle näher zusammengebracht 

So haben die ehrenamtlich Engagierten der RT-Gruppe aus dem „Atelier der Ideen“ nicht nur die große Künstlerin Rosemarie Trockel in den Focus gerückt,  sondern auch Jugendliche zur persönlichen und kreativen Auseinandersetzung angespornt, das Schwerter Schulleben ein wenig bunter gemacht und alle etwas näher in der Schwerter Mitte zusammengebracht. - Was für ein höchst positives Ergebnis!

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. März 2019 jeweils mittwochs und samstags von 11 bis 13 Uhr im Alten Rathaus am Markt geöffnet.

Text: Martina Horstendahl  /  Fotos: Darius Horstendahl

Joseph Bender vom Vorstand der gastgebenden Bürgerstiftung St. Viktor freute sich über viele junge Menschen im Gebäude. Er betonte im Hinblick auf den nach dem Umbau des Alten Rathauses eingerichteten außerschulischen Lernort den Wunsch, auch künftig mit den Schulen eng zusammenzuarbeiten.
Germaine Richter, Schwerter Künstlerin und Trockel-Experin führte kurz in das Trockel-Werk ein. Zur Würdigung der Welt-Künsterlin schlug sie vor, als deren Geburtsstadt das Ruhrtal-Gymansium = RTG in Rosemarie-Trockel-Gymnasium umzubenennen: Das Kürzel RTG würde ja schon einmal passen...
Birgit Wippermann, Schwertes Gleichstellungsbeauftragte und Mitglied der ehrenamtlich agierenden Trockel-Gruppe aus dem bürgerschaftlichen Ehrenamt in der Schwerter Mitte freute sich über die gelungene Aktion mit den Schulen: "Das war ein sehr befruchtendens Projekt für alle."

Impressionen der closeRTo-Ausstellung

Foto-Impressionen: Martina Horstendahl


CloseRTo - Rosemarie Trockel entdecken: Schüler*innen stellen ihre Kunst-Werke aus

Jugendliche setzten Botschaften der großen Künstlerin kreativ um

Dem Ziel, Rosemarie Trockel und ihre Botschaften zu entdecken, sind Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Bährens, des Ruhrtal-Gymnasiums, der Gesamtschule Gänsewinkel und des Berufskollegs Bergkloster Bestwig im Schulunterricht nachgegangen.

Den Impuls dazu gab die Projektgruppe Rosemarie Trockel, im Atelier der Ideen der Bürgerstiftung St. Viktor, die seit Mitte 2017 mit den unterschiedlichsten Projekten auf diese Ausnahmekünstlerin und ihr Werk aufmerksam macht. Rosemarie Trockel ist in Schwerte geboren, weltweit bekannt und in ihrer künstlerischen Position spannend, mitreißend und voller Ideen, an denen junge Leute andocken können.

Anreize zu eigenem Gestalten waren dabei u.a. Trockels Tierhäuser, das wohl berühmteste „Haus für Schweine und Menschen“,  gezeigt auf der documenta X, ihre Fotoinstallation „Leben heißt Strumpfhosen stricken“ von 1998, die Umfeld, Gedanken, Sehnsüchte, Enttäuschungen junger Frauen aufgreift, aber auch die Wasserskulptur „Less sauvage than others“ von 2010 auf dem Rohrmeisterei Plateau.

Das Alte Rathaus/ ehem. Ruhrtalmuseum bietet den Schüler*innen eine angemessene Plattform, ihre bildhaften Gedanken der Öffentlichkeit zu zeigen.

Die Eröffnung der Ausstellung, closeRTo findet am Mittwoch, den 6. März um 17 Uhr im Alten Rathaus/Ruhrtalmuseum der Schwerter Mitte am Markt, Brückstr. 14 statt. Die Ausstellung ist mittwochs und samstags vom 6. bis 23. März von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es bei Birgit Wippermann unter gleichstellung@stadt-schwerte.de oder Tel 104-691.

Text und Plakat: Bürgerprojektgruppe RT


Hoffnung auf mehr Trockel

Reger Sammler*innen Austausch in der Geburtsstadt Schwerte                  zu Werken der international hoch geachteten Künstlerin

Eine ansehnliche Runde hatte sich zusammengefunden, um sich über die in Schwerte geborene interantionale Künstlerin Rosemarie Trockel und ihre Nähe zu Schwerte auszutauschen. 19 Gäste plauderten abendfüllend über ihre mitgebrachten Sammler-Werke, tauschten viele Erinnerungen über frühere Ausstellungen von RT in Schwerte aus und wunderten sich über den aktuellen Zustand der heimischen Trockel-Arbeit less sauvage than others auf dem Plateau zur Ruhr hinunter.

Dass Rosemarie Trockel als weltweit anerkannte Künstlerin auf Platz 4 im internationalen Ranking auch noch mehr im Bewusstsein der Schwerter verankert wird, wünschten sich die meisten Anwesenden - verbunden mit der Hoffnung, dass sie künftig auch mit weiteren Arbeiten vor Ort zu sehen sein wird.

In der Reihe Montags im Museum wurde der Abend initiiert von der Projektgruppe RT aus dem Atelier der Ideen der Bürgerstiftung St. Viktor in der Schwerter Mitte am Markt. Moderatorin und Fachfrau war Germaine Richter.

Text und Fotos: Projektgruppe Rosemarie Trockel


Less sauvage than others - Weniger wild als andere -                    Rosemarie Trockels Spiel mit Schein und Sein

Projektgruppe Trockel aus dem "Atelier der Ideen" stellte die Wasserskulptur auf dem Rohrmeisterei-Plateau vor

30 Kunstinteressierte waren der Einladung der „Projektgruppe Rosemarie Trockel“ aus dem "Atelier der Ideen“, bestehend aus Eva Hammoudo, Klaus Irmscher, Gudrun Körber, Germaine Richter und Birgit Wippermann, zur Wasserskulptur gefolgt. Mittlerweile ist die Skulptur acht Jahre alt. Ihr Erscheinungsbild hat sich – trotz vieler Bemühungen, sie original zu erhalten - leicht verändert, wie die vortragende Expertin Germaine Richter erkärte.

„Less sauvage than others“, die Mischung englischer und französischer Worte ist von Rosemarie Trockel bewusst gewählt. Schon im Titel spielt sie an auf unsere epigonenhaften Gewohnheiten, so sein wie, sich geben als… warum sonst sollten wir in unseren Sprachfluss Wörter aus fremden Sprachen einfließen lassen?

Nebeldüsen, Schwallrohre, Fontänen erzeugen zweimal die Stunde einen vulkanischen Anblick am äußeren Ende des Rohrmeistereiplateaus. Die Natur um das Betonbecken ist gezügelt, künstlich angelegt, weniger wild als die angesprochene vulkanische Landschaft, z.B. in Island, die Wassererscheinungen sind an diesem Ort nur ein „fake“. Dennoch macht uns das Werk neugierig, wir hinterfragen die Erscheinungen und sehen die wirkliche Landschaft drum herum mit neuen Augen.

Die Wasserskulptur reiht sich ein in eine Werkreihe gleichen Titels aber gänzlich unterschiedlicher Zusammenhänge. Aber immer entstehen im Kopf des Betrachtenden Vergleiche, Anspielungen, Fragen, oft begleitet von einem Schmunzeln.

Am 4. Februar 2019 lädt die Projektgruppe Rosemarie Trockel im Atelier der Ideen der Bürgerstiftung St. Viktor um 20 Uhr zu „Montags im Museum – Trockel Werke, ganz privat“ Interessierte ein. Alle Sammler*innen  in Schwerte können ihre Trockel Werke vorstellen. Weitere Infos unter gleichstellung@stadt-schwerte.de oder T: 104-691.

Fotos + Text: Projektgruppe Trockel


Germaine Richter (l.) stellte verschiedene Blickwinkel auf die Werke von Rosemarie Trockel vor
Trockel-Experten: Ulf Weingarten und Germaine Richter

28.04.2018

Germaine Richter schaute genauer auf Trockel-Werke in der Volkshochschule

Unter dem Motto: „Die Trockel Werke in der VHS – wir schauen genauer hin“ hatte die „Projektgruppe Rosemarie Trockel“ aus dem "Atelier der Ideen", bestehend aus Eva Hammoudo, Klaus Irmscher, Gudrun Körber, Germaine Richter und Birgit Wippermann am Dienstag, den 24. April ins Foyer der VHS eingeladen. Angeboten wurde, gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in die dort ausgestellten Werke von Rosemarie Trockel „einzutauchen“ und „genauer hinzuschauen“.

Germaine Richter erklärte und deutete die verschiedensten Blickwinkel der Bilder von Rosemarie Trockel.  Durch eine lebhafte Diskussion kamen die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen der Anwesenden zu Tage und zum Ende der Veranstaltung ging jeder mit ein wenig mehr Wissen um das Wirken von Rosemarie Trockel nach Hause.

Text und Fotos: Projektgruppe Trockel

 


Die neuen Ideen wurden auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt

10.04.2018

Rosemarie Trockel wird weiter in das Stadtbewußtsein gerückt

Neue Ideen und Planungen werden an mehreren Terminen umgesetzt: Start ist ein Treff vor Originalen in der VHS 

Wie kann es nun weitergehen? Diese Frage stellte sich das Team des Rosemarie-Trockel-Projekts, nachdem die große Geburtstagsfeier für Rosemarie Trockel im vorigen Jahr so erfolgreich war und mit zahlreichen Besuchern in der ehemaligen Museumshalle weitreichenden Anklang gefunden hatte. "Wir haben neue Pläne und Ideen entwickelt, wie wir unser Anliegen, Rosemarie Trockel ins Stadtbild und ins Stadtbewußtsein einzubringen, weiterhin verfolgen können", erklärte Birgit Wippermann dazu. An mehreren Terminen werden nun die neuen Pläne umgesetzt. Ziel ist laut Wippermann: "Wir möchten alles was von Rosemarie Trockel vor Ort ist, vorstellen, erklären und uns damit gefassen. Sie weiß auch von unseren Aktionen."

Werkbesprechung in der VHS

Start ist am 24. April. Um 18 Uhr ist ein Treffen im Foyer der Volkshochschule (VHS) am Markt anberaumt. Die dort hängenden Originale von Rosemarie Trockel, an denen die Gäste der VHS sonst häufig achtlos vorbeigehen, wird Germaine Richter in den Blick rücken. Sie wird versuchen, mit Hintergrundwissen und Interpretationsansätzen etwas "Licht ins Dunkel" zu bringen. Sie betont: "Die Bilder haben mehr Inhalt als nur schöne Wand-Dekoration." Das wird sie an diesem Abend für alle erkennbar herausstreichen.

v.l. Birgit Wippermann, Klaus Irmscher, Germaine Richter, Gurdrun Körber, Martina Horstendahl, Eva Hammoudo

Runder Tisch mit Kunstlehrern und Kunstlehrerinnen

Der nächste Termin ist der 12. Juni um 16 Uhr im Alten Rathaus/ehem Museum. "Da haben wir Kunsterzieher und Kunsterzieherinnen der Schwerter Schulen zu einem runden Tisch eingeladen, um gemeinsam auszuarbeiten, wie das Thema Rosemarie Trockel in den Unterricht eingebracht werden kann", berschreibt Eva Hammoudo, denn die Werke der weltweit anerkannten Künstlerin sollen auch der Jugend nahegebracht werden.

Weibsbilderabend zur Trockel und Toliver

"Der Weibsbilderabend am 28. August in der Rohrmeisterei wird eine spannende Gegenüberstellung bringen", kündigt Gudrun Körber an: Dann präsentiert Germaine Richter Leben und Werk Rosemarie Trockels, das dem der Schwerter Künstlerin Jessica Toliver gegengehalten wird. Beginn ist um 19 Uhr.

Namensklärung zur Installation auf dem Rohrmeisterei-Plateau

Klaus Irmscher berichtet weiter: "Am 4. Februar treffen wir uns mit Kunstinteressierten um 18 Uhr auf dem Rohrmeisterei-Plateau." Dann werde gemeinsam mit Germaine Richter erkundet, warum das Werk dort von Rosemarie Trockel "less sauvage than others" (weniger wild als andere) heißt. Vorab informierte Irmscher, dass das Werk 2010 entstanden und eines von insgesamt 8 Installationen in Deutschland ist.

Trockel-Besitzer berichten

Alle Besitzer und Besitzerinnen von Trockel-Werken werden im Februar des nächsten Jahres in das Alte Rathaus/ehem. Museum eingeladen. Germaine Richter erkärt: "Zusammen mit ihnen und allen interessierten Gästen wollen wir in Erfahrung bringen, was ihnen und uns an Trockels Werk besonders ins Auge fällt, was uns reizt, was uns gefällt, worüber wir staunen..."

Dank für Einsatz der Projekt-Gruppe aus der Bürgerstiftung

Martina Horstendahl, Koordinatorin der Bürger-Projekte der Bürgerstiftung St. Viktor, dankte noch einmal für den Einsatz der Projekt-Gruppe, die aus dem "Atelier der Ideen" innerhalb der Stiftung hervor gegangen ist und dort nachhaltig mitwirkt. Die Koordinatorin hob hervor, das Bemühen, Rosemarie Trockel und deren Werk breitgefächert in der Stadt bekannt zu machen, sei auch ein Anliegen der Bürgerstiftung. Rosemarie Trockel werde auch in der neuen Ausstellung der Bürgerstiftung in Altem Rathaus und Marktschänke thematisiert.

Text und Fotos: Martina Horstendahl


Mit-Initiatorin Germain Richter brachte die Künstlerin mit einer einführenden Vorstellung einzelner Werke den Gästen in der Museumhalle näher
Die gebürtige Schwerterin Rosemarie Trockel wuchs zwar nicht in der Ruhrstadt auf, war aber häufig bei ihren Großeltern hier zu Besuch.

16.11.2017

Zahlreiche Gratulanten zu Rosemarie Trockels Geburtstag im Museum

Germaine Richter gab Einblicke in Strick-Kunstwerke und Herdplatten-Irritationen                                                     Mehr als 40 Glückwunschkarten aus Schwerte wurden an diesem Abend auf den Weg gebracht

60 Gäste kamen in die Museumshalle, um mitzufeiern: Die Veranstaltung zum 65. Geburtstag der in Schwerte geborenen Künstlerin  Rosemarie Trockel war ein voller Erfolg für die Projektgruppe aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor. Kunsthistorikerin und Künstlerin Germaine Richter gab intensive Einblicke in einzelne Werke Rosemarie Trockels - von den Strick-Kunstwerken bis zu den verfremdeten Fotografien mit assoziativen Anspielungen auf Herdplatten und deren Nutzerinnen.

Anschließend wurde anhand einer Liste der 100 bekanntesten Künstlerinnen und Künstler eine Einordnung der Anerkennung vorgenommen, die Rosemarie Trockel in der Welt genießt.  Sie rangiert auf  dem hervorragenden Platz 9 in dem internationalen Feld namhafter Künstler. Zudem wurden zahlreiche Postkarten mit persönlichen Glückwünschen der Gäste auf den Weg gebracht.

Und auch die Künstlerin selbst, die von großer  Bescheidenheit  und Zurückgenommenheit geprägt ist,  hat sich per Brief an die Projektgruppe mit Birgit Wippermann, Klaus Irmscher, Eva Hammaudo und Gurdrun Körber gewendet: Mit einem herzlichen Dankeschön für die Wertschätzung, die ihr mit  dieser Geburtstagsfeier in ihrem Geburtsort entgegengebracht wird.

Mit dieser ersten vielbeachteten Trockel-Aktion hat die Projektgruppe schon einen großen Schritt zu ihrem Ziel vollzogen: Rosemarie Trockel mehr in das Zentrum des Schwerter Lebens und Bewußtseins zu rücken. Wir können gepsannt auf weitere Aktionen der Gruppe im kommenden Jahr blicken.

Redaktion und Fotos: Martina Horstendahl

Birgit Wippermann begrüßte im Besonderen auch Ulrich Halbach von der Bürgerstiftung St. Viktor, die diesen Abend finanziell ermöglicht hat
Zahlreiche Gäste waren zu R. Trockels Geburtstagsfeier gekommen, um sich zu informieren, mitzufeiern und Ihrer Wertschätzung Ausdruck zu verleihen
Herdplatten - mit neuen Aussagen in unterschiedlichen Zusammenhängen bilden eine prägnante Schaffensphase Rosemarie Trockels
Möglichkeit zu Diskussion und Austausch über die vielen gewonnen Eindrücke
Kunst aus Strick-Werken? R. Trockel fand neue Ausdrucksmöglichkeiten für sich
Natürlich wurde auch angestoßen auf das Geburtstagskind Trockel

Rosemarie Trockel wird 65

Geburtstagsfeier als Impulsveranstaltung im Ruhrtalmuseum:                Eine Hommage aus der Heimatstadt der weltbekannten Künstlerin

Ein Geburtstag ist immer Beides: Freude über das, was war, und Freude über das, was noch kommen kann.

Die Nutzung des gelungenen Gebäude-Ensembles um die St. Viktor Kirche, und im Besonderen des früheren Ruhrtalmuseums, ist eine große Chance für alle Menschen in unserer Stadt und natürlich auch für alle Interessierten über die Stadtgrenzen hinaus, kulturelle Werte neu zu erleben.

Die Gruppe um Germaine Richter mit Eva Hammoudo, Gudrun Körber, Klaus Irmscher und Birgit Wippermann hat sich zum Ziel gesetzt, eine große Tochter Schwertes ins Bewusstsein zu rücken: Rosemarie Trockel, die 1952 hier geboren wurde. Seit Jahren gehört sie zu den 10 berühmtesten KünstlerInnen der Welt, ihr Name und ihr Werk sollen künftig zum selbstverständlichen Wissen in Schwerte gehören! Mit ihren zahlreichen Aktionen hat sich die Künstlerin immer zu ihrer Geburtsstadt bekannt und Schwerte unterstützt - so mit der Wasserskulptur auf dem Rohrmeistereiplateau, der großzügigen Hilfe beim Kauf des Bösendorfers Konzertflügels und ihren Ausstellungen im früheren Kunstverein, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Geburtstagsfeier ist die Impulsveranstaltung. Seit Tagen werben überall in Schwerte grellgelbe  Zettel „R.T. 65“ verrätselt für dieses Ereignis am 13. November um 20 Uhr. An diesem Abend informiert die Gruppe über das  Geburtstagskind unserer Stadt und die Möglichkeiten, Rosemarie Trockel zu würdigen. So können u.a. Postkarten mit persönlichen Grüßen verschickt werden, die auf der Vorderseite ein Foto der Einweihung der Wasserskulptur tragen. Trockels Platzierung in der Top-Liste der KünstlerInnen wird durch ein Spiel beleuchtet und Germaine Richter führt kurz in Wesenszüge des Werks ein.

Schwerte ist eingeladen, Rosemarie Trockel und ihr Werk zu würdigen! Wir wollen diesen Anlass feiern!

Die Aktion ist ein Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“, finanziert von der Bürgerstiftung rund um St. Viktor.

Text: Projektgruppe

Die Organisatorinnen und Organisatoren des Bürger-Projektes (v.l.): Birgit Wippermann, Eva Hammoudo, Gurdrun Körber, Germaine Richter, Martina Horstendahl (Koordinatorin der Bürger-Engagements der Bürgerstiftung St. Viktor) und Klaus Irmscher vor dem Kunstwerk "ohne Titel" von Rosemarie Trockel