Less sauvage than others - Weniger wild als andere -                    Rosemarie Trockels Spiel mit Schein und Sein

Projektgruppe Trockel aus dem "Atelier der Ideen" stellte die Wasserskulptur auf dem Rohrmeisterei-Plateau vor

30 Kunstinteressierte waren der Einladung der „Projektgruppe Rosemarie Trockel“ aus dem "Atelier der Ideen“, bestehend aus Eva Hammoudo, Klaus Irmscher, Gudrun Körber, Germaine Richter und Birgit Wippermann, zur Wasserskulptur gefolgt. Mittlerweile ist die Skulptur acht Jahre alt. Ihr Erscheinungsbild hat sich – trotz vieler Bemühungen, sie original zu erhalten - leicht verändert, wie die vortragende Expertin Germaine Richter erkärte.

„Less sauvage than others“, die Mischung englischer und französischer Worte ist von Rosemarie Trockel bewusst gewählt. Schon im Titel spielt sie an auf unsere epigonenhaften Gewohnheiten, so sein wie, sich geben als… warum sonst sollten wir in unseren Sprachfluss Wörter aus fremden Sprachen einfließen lassen?

Nebeldüsen, Schwallrohre, Fontänen erzeugen zweimal die Stunde einen vulkanischen Anblick am äußeren Ende des Rohrmeistereiplateaus. Die Natur um das Betonbecken ist gezügelt, künstlich angelegt, weniger wild als die angesprochene vulkanische Landschaft, z.B. in Island, die Wassererscheinungen sind an diesem Ort nur ein „fake“. Dennoch macht uns das Werk neugierig, wir hinterfragen die Erscheinungen und sehen die wirkliche Landschaft drum herum mit neuen Augen.

Die Wasserskulptur reiht sich ein in eine Werkreihe gleichen Titels aber gänzlich unterschiedlicher Zusammenhänge. Aber immer entstehen im Kopf des Betrachtenden Vergleiche, Anspielungen, Fragen, oft begleitet von einem Schmunzeln.

Am 4. Februar 2019 lädt die Projektgruppe Rosemarie Trockel im Atelier der Ideen der Bürgerstiftung St. Viktor um 20 Uhr zu „Montags im Museum – Trockel Werke, ganz privat“ Interessierte ein. Alle Sammler*innen  in Schwerte können ihre Trockel Werke vorstellen. Weitere Infos unter gleichstellung@stadt-schwerte.de oder T: 104-691.

Fotos + Text: Projektgruppe Trockel


Germaine Richter (l.) stellte verschiedene Blickwinkel auf die Werke von Rosemarie Trockel vor
Trockel-Experten: Ulf Weingarten und Germaine Richter

28.04.2018

Germaine Richter schaute genauer auf Trockel-Werke in der Volkshochschule

Unter dem Motto: „Die Trockel Werke in der VHS – wir schauen genauer hin“ hatte die „Projektgruppe Rosemarie Trockel“ aus dem "Atelier der Ideen", bestehend aus Eva Hammoudo, Klaus Irmscher, Gudrun Körber, Germaine Richter und Birgit Wippermann am Dienstag, den 24. April ins Foyer der VHS eingeladen. Angeboten wurde, gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in die dort ausgestellten Werke von Rosemarie Trockel „einzutauchen“ und „genauer hinzuschauen“.

Germaine Richter erklärte und deutete die verschiedensten Blickwinkel der Bilder von Rosemarie Trockel.  Durch eine lebhafte Diskussion kamen die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen der Anwesenden zu Tage und zum Ende der Veranstaltung ging jeder mit ein wenig mehr Wissen um das Wirken von Rosemarie Trockel nach Hause.

Text und Fotos: Projektgruppe Trockel

 


Die neuen Ideen wurden auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt

10.04.2018

Rosemarie Trockel wird weiter in das Stadtbewußtsein gerückt

Neue Ideen und Planungen werden an mehreren Terminen umgesetzt: Start ist ein Treff vor Originalen in der VHS 

Wie kann es nun weitergehen? Diese Frage stellte sich das Team des Rosemarie-Trockel-Projekts, nachdem die große Geburtstagsfeier für Rosemarie Trockel im vorigen Jahr so erfolgreich war und mit zahlreichen Besuchern in der ehemaligen Museumshalle weitreichenden Anklang gefunden hatte. "Wir haben neue Pläne und Ideen entwickelt, wie wir unser Anliegen, Rosemarie Trockel ins Stadtbild und ins Stadtbewußtsein einzubringen, weiterhin verfolgen können", erklärte Birgit Wippermann dazu. An mehreren Terminen werden nun die neuen Pläne umgesetzt. Ziel ist laut Wippermann: "Wir möchten alles was von Rosemarie Trockel vor Ort ist, vorstellen, erklären und uns damit gefassen. Sie weiß auch von unseren Aktionen."

Werkbesprechung in der VHS

Start ist am 24. April. Um 18 Uhr ist ein Treffen im Foyer der Volkshochschule (VHS) am Markt anberaumt. Die dort hängenden Originale von Rosemarie Trockel, an denen die Gäste der VHS sonst häufig achtlos vorbeigehen, wird Germaine Richter in den Blick rücken. Sie wird versuchen, mit Hintergrundwissen und Interpretationsansätzen etwas "Licht ins Dunkel" zu bringen. Sie betont: "Die Bilder haben mehr Inhalt als nur schöne Wand-Dekoration." Das wird sie an diesem Abend für alle erkennbar herausstreichen.

v.l. Birgit Wippermann, Klaus Irmscher, Germaine Richter, Gurdrun Körber, Martina Horstendahl, Eva Hammoudo

Runder Tisch mit Kunstlehrern und Kunstlehrerinnen

Der nächste Termin ist der 12. Juni um 16 Uhr im Alten Rathaus/ehem Museum. "Da haben wir Kunsterzieher und Kunsterzieherinnen der Schwerter Schulen zu einem runden Tisch eingeladen, um gemeinsam auszuarbeiten, wie das Thema Rosemarie Trockel in den Unterricht eingebracht werden kann", berschreibt Eva Hammoudo, denn die Werke der weltweit anerkannten Künstlerin sollen auch der Jugend nahegebracht werden.

Weibsbilderabend zur Trockel und Toliver

"Der Weibsbilderabend am 28. August in der Rohrmeisterei wird eine spannende Gegenüberstellung bringen", kündigt Gudrun Körber an: Dann präsentiert Germaine Richter Leben und Werk Rosemarie Trockels, das dem der Schwerter Künstlerin Jessica Toliver gegengehalten wird. Beginn ist um 19 Uhr.

Namensklärung zur Installation auf dem Rohrmeisterei-Plateau

Klaus Irmscher berichtet weiter: "Am 4. Februar treffen wir uns mit Kunstinteressierten um 18 Uhr auf dem Rohrmeisterei-Plateau." Dann werde gemeinsam mit Germaine Richter erkundet, warum das Werk dort von Rosemarie Trockel "less sauvage than others" (weniger wild als andere) heißt. Vorab informierte Irmscher, dass das Werk 2010 entstanden und eines von insgesamt 8 Installationen in Deutschland ist.

Trockel-Besitzer berichten

Alle Besitzer und Besitzerinnen von Trockel-Werken werden im Februar des nächsten Jahres in das Alte Rathaus/ehem. Museum eingeladen. Germaine Richter erkärt: "Zusammen mit ihnen und allen interessierten Gästen wollen wir in Erfahrung bringen, was ihnen und uns an Trockels Werk besonders ins Auge fällt, was uns reizt, was uns gefällt, worüber wir staunen..."

Dank für Einsatz der Projekt-Gruppe aus der Bürgerstiftung

Martina Horstendahl, Koordinatorin der Bürger-Projekte der Bürgerstiftung St. Viktor, dankte noch einmal für den Einsatz der Projekt-Gruppe, die aus dem "Atelier der Ideen" innerhalb der Stiftung hervor gegangen ist und dort nachhaltig mitwirkt. Die Koordinatorin hob hervor, das Bemühen, Rosemarie Trockel und deren Werk breitgefächert in der Stadt bekannt zu machen, sei auch ein Anliegen der Bürgerstiftung. Rosemarie Trockel werde auch in der neuen Ausstellung der Bürgerstiftung in Altem Rathaus und Marktschänke thematisiert.


Mit-Initiatorin Germain Richter brachte die Künstlerin mit einer einführenden Vorstellung einzelner Werke den Gästen in der Museumhalle näher
Die gebürtige Schwerterin Rosemarie Trockel wuchs zwar nicht in der Ruhrstadt auf, war aber häufig bei ihren Großeltern hier zu Besuch.

16.11.2017

Zahlreiche Gratulanten zu Rosemarie Trockels Geburtstag im Museum

Germaine Richter gab Einblicke in Strick-Kunstwerke und Herdplatten-Irritationen                                                     Mehr als 40 Glückwunschkarten aus Schwerte wurden an diesem Abend auf den Weg gebracht

60 Gäste kamen in die Museumshalle, um mitzufeiern: Die Veranstaltung zum 65. Geburtstag der in Schwerte geborenen Künstlerin  Rosemarie Trockel war ein voller Erfolg für die Projektgruppe aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor. Kunsthistorikerin und Künstlerin Germaine Richter gab intensive Einblicke in einzelne Werke Rosemarie Trockels - von den Strick-Kunstwerken bis zu den verfremdeten Fotografien mit assoziativen Anspielungen auf Herdplatten und deren Nutzerinnen.

Anschließend wurde anhand einer Liste der 100 bekanntesten Künstlerinnen und Künstler eine Einordnung der Anerkennung vorgenommen, die Rosemarie Trockel in der Welt genießt.  Sie rangiert auf  dem hervorragenden Platz 9 in dem internationalen Feld namhafter Künstler. Zudem wurden zahlreiche Postkarten mit persönlichen Glückwünschen der Gäste auf den Weg gebracht.

Und auch die Künstlerin selbst, die von großer  Bescheidenheit  und Zurückgenommenheit geprägt ist,  hat sich per Brief an die Projektgruppe mit Birgit Wippermann, Klaus Irmscher, Eva Hammaudo und Gurdrun Körber gewendet: Mit einem herzlichen Dankeschön für die Wertschätzung, die ihr mit  dieser Geburtstagsfeier in ihrem Geburtsort entgegengebracht wird.

Mit dieser ersten vielbeachteten Trockel-Aktion hat die Projektgruppe schon einen großen Schritt zu ihrem Ziel vollzogen: Rosemarie Trockel mehr in das Zentrum des Schwerter Lebens und Bewußtseins zu rücken. Wir können gepsannt auf weitere Aktionen der Gruppe im kommenden Jahr blicken.

Redaktion und Fotos: Martina Horstendahl

Birgit Wippermann begrüßte im Besonderen auch Ulrich Halbach von der Bürgerstiftung St. Viktor, die diesen Abend finanziell ermöglicht hat
Zahlreiche Gäste waren zu R. Trockels Geburtstagsfeier gekommen, um sich zu informieren, mitzufeiern und Ihrer Wertschätzung Ausdruck zu verleihen
Herdplatten - mit neuen Aussagen in unterschiedlichen Zusammenhängen bilden eine prägnante Schaffensphase Rosemarie Trockels
Möglichkeit zu Diskussion und Austausch über die vielen gewonnen Eindrücke
Kunst aus Strick-Werken? R. Trockel fand neue Ausdrucksmöglichkeiten für sich
Natürlich wurde auch angestoßen auf das Geburtstagskind Trockel

Rosemarie Trockel wird 65

Geburtstagsfeier als Impulsveranstaltung im Ruhrtalmuseum:                Eine Hommage aus der Heimatstadt der weltbekannten Künstlerin

Ein Geburtstag ist immer Beides: Freude über das, was war, und Freude über das, was noch kommen kann.

Die Nutzung des gelungenen Gebäude-Ensembles um die St. Viktor Kirche, und im Besonderen des früheren Ruhrtalmuseums, ist eine große Chance für alle Menschen in unserer Stadt und natürlich auch für alle Interessierten über die Stadtgrenzen hinaus, kulturelle Werte neu zu erleben.

Die Gruppe um Germaine Richter mit Eva Hammoudo, Gudrun Körber, Klaus Irmscher und Birgit Wippermann hat sich zum Ziel gesetzt, eine große Tochter Schwertes ins Bewusstsein zu rücken: Rosemarie Trockel, die 1952 hier geboren wurde. Seit Jahren gehört sie zu den 10 berühmtesten KünstlerInnen der Welt, ihr Name und ihr Werk sollen künftig zum selbstverständlichen Wissen in Schwerte gehören! Mit ihren zahlreichen Aktionen hat sich die Künstlerin immer zu ihrer Geburtsstadt bekannt und Schwerte unterstützt - so mit der Wasserskulptur auf dem Rohrmeistereiplateau, der großzügigen Hilfe beim Kauf des Bösendorfers Konzertflügels und ihren Ausstellungen im früheren Kunstverein, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Geburtstagsfeier ist die Impulsveranstaltung. Seit Tagen werben überall in Schwerte grellgelbe  Zettel „R.T. 65“ verrätselt für dieses Ereignis am 13. November um 20 Uhr. An diesem Abend informiert die Gruppe über das  Geburtstagskind unserer Stadt und die Möglichkeiten, Rosemarie Trockel zu würdigen. So können u.a. Postkarten mit persönlichen Grüßen verschickt werden, die auf der Vorderseite ein Foto der Einweihung der Wasserskulptur tragen. Trockels Platzierung in der Top-Liste der KünstlerInnen wird durch ein Spiel beleuchtet und Germaine Richter führt kurz in Wesenszüge des Werks ein.

Schwerte ist eingeladen, Rosemarie Trockel und ihr Werk zu würdigen! Wir wollen diesen Anlass feiern!

Die Aktion ist ein Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“, finanziert von der Bürgerstiftung rund um St. Viktor.

Text: Projektgruppe

Die Organisatorinnen und Organisatoren des Bürger-Projektes (v.l.): Birgit Wippermann, Eva Hammoudo, Gurdrun Körber, Germaine Richter, Martina Horstendahl (Koordinatorin der Bürger-Engagements der Bürgerstiftung St. Viktor) und Klaus Irmscher vor dem Kunstwerk "ohne Titel" von Rosemarie Trockel