Philosophisches Café


Dr. Torsten Reters:

„Vom Haben zum Sein!“

Erich Fromms Ratschläge für ein gelingendes Leben und Torsten Reters 1x1 der Lebenskunst im Philosophischen Café am 03.09.2019

Erich Fromm (1900-1980), Psychoanalytiker, Soziologe und Philosoph beschäftigte sich intensiv mit der Frage, welche Lebenseinstellung zu Freude, Vitalität und Wohlsein führt. In seinen bekanntesten Werken „Die Kunst des Liebens“ und „Haben oder Sein“ versucht Fromm Wege (und Irrwege) zu einem erfüllten Leben aufzuzeigen.

Eine „seelische Veränderung“ des Menschen sei erforderlich, um Gewalt, Destruktivität und einen entfesselten Kapitalismus zu verhindern. Der Einzelne müsse wieder zum „Meister“ seines Lebens werden, um eine humanere Gesellschaft  auf den Weg zu bringen.

Mit Hilfe unterhaltsamer Videospots wird Referent Dr. Torsten Reters, Soziologe und Sachbuchautor  aus Schwerte, am 3. September um 18 Uhr die Gedanken Fromms zur Lebensgestaltung im Philosophischen Café der Schwerter Mitte am Markt vorstellen und auch seine eigenen Inspirationen aus dem von Dr. Reters selbst  verfassten Sachbuch „Das geheimnisvolle 1 x 1 der Lebenskunst“ erklären.

Im Anschluss an die Einführung werden die Themen in Bezug auf unsere aktuelle Zeit- und Lebenssituation mit den Gästen des Philosophischen Cafés im Alten Rathaus diskutiert. Das Philosophische Café unter der Leitung von Brigitte Fritz und Emmi Beck ist ein Bürger*innen-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor.


Sklaven unserer Gene: Ist die Intoleranz evolutionär in jedem von uns angelegt?

Prof.Dr. Bernhard Verbeek hatte keine gute Botschaft zum "Umgang mit dem Fremden" für die zahlreichen Besucher des Philisophischen Cafés

Sind wir Sklaven unserer Gene? Sind wir unserer Evolutionsgeschichte unausweichlich ausgeliefert? Prof. Dr. Bernhard Verbeek beantwortete diese Fragen mit einem klaren „Ja“. Seine Thesen zu dem Thema „Der Umgang mit dem Fremden“ lösten bei seinem Besuch im „Philosophischen Café“ der Bürgerstiftung St. Viktor eine rege Diskussion der Café-Teilnehmer*innen aus.

"Fremdenhass und Krieg wurden nicht vom Menschen erfunden"

Prof.Dr. Verbeek, befasst sich unter verhaltensbiologischen Aspekten mit der gesellschaftlichen Entwicklung vor dem Hintergrund der Evolution. Er betonte, dass Fremdenhass und Kriegsführung nicht vom Menschen erfunden wurden, sondern auf unsere evolutionäre Anlage zurückführen seien: die Intoleranz sei in unseren Genen verankert. Kennzeichnend sei, dass Mitglieder der eigenen Gruppe wertgeschätzt werden, jeden, der anders sei, hingegen schnell die Verachtung treffe, was bei Eskalation von Hass sich in einem Krieg entlade. Dabei halte jeder seine Werte für die einzig richtigen.

Aus- und Abgrenzung der Gruppe als Überlebenskampf

Dass wir den Genen in einer ewig währenden Fortsetzung ausgeliefert sind, zeige sich auch daran, dass nach Hitlers weltweit verurteilten Vernichtung der Juden, dennoch weiterhin Tyrannen ihr Unwesen treiben und Kriege entfacht werden. Ethnische und weltanschauliche Konflikte gibt es seit Urgedenken bis heute. Die menschliche Konfliktbereitschaft sei angeboren.  Verbeek bezeichnet aggressive Gruppenidentität und Exzesse von Gruppengewalt als Auswirkungen des in der Evolution angelegten Überlebenskampfes: Der Zusammenhalt der eigenen Gruppe gegen andere war schon immer das Erfolgsrezept des Menschen. Er zeigte auf: „Überlebt haben nicht die Friedlichen, sondern die Erfolgreichen.“ Und so funktioniere das auch heute noch.

Kein Ausweg aus der Natur als Silberstreif am Horizont?

Die von den meisten Teilnehmer*innen als desillusionierend und fatalistisch empfundenen Ausführungen des Referenten waren eine schwer zu akzeptierende Kost. Der Bitte nach einem Silberstreif kam Prof. Dr. Verbeek nicht nach. Stattdessen erfreute er sich daran, dass sich die hochaktive Diskussionsrunde schließlich selbst ihren Hoffnungsschimmer erarbeitete: Bewusstmachung der natürlichen Gegebenheiten mit ihren dunklen Seiten, Wertevermittlung in der Erziehung, Humanismus und Empathie seien kleine Möglichkeiten, sich aus der Sklaverei der Gene etwas zu befreien und somit zu regulieren, wann welche Gene ein- und ausgeschaltet werden (Epigenetik).  So könnten auch die Angst vor dem Fremden und Vorurteile ein wenig durchbrochen werden. Aber laut Prof. Dr.  Verbeek leider auch wirklich nur – ein wenig.

Text und Fotos: Martina Horstendahl


Impulsvortrag: Der Umgang mit dem Fremden

Dr. Bernhard Verbeek ist Gastreferent am 04. Juni im Philosophischen Café

"Der Umgang mit dem Fremden – Ein Aktuelles Problem vor dem Hintergrund der Menschwerdung“ ist das Thema im Philosophischen Café, zu dem Brigittte Fritz und Emmi Beck am Dienstag, 04. Juni, von 18  bis 20 Uhr wieder in das Alte Rathaus in der Schwerter Mitte am Markt einladen. Die beiden Organisatorinnen aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor begrüßen in ihrem Bürgerprojekt als Gastredner Dr. Bernhard Verbeek, der den einleitenden Impulsvortrag halten wird. Danach ist das gemeinsame Gespräch in der großen Diskussionsrunde eröffnet.

Erste Gedanken zur Einführung in das Thema

Eigentlich ist es selbstverständlich: Alles, was ist, ist irgendwie geworden. Es hat eine Vorgeschichte, an der letztlich die Vergangenheit des gesamten Universums beteiligt ist. Das gilt natürlich auch für unsere Existenz als Lebewesen. Zur Existenzfähigkeit – insbesondere des Menschen – gehören neben der elementaren Lebensfähigkeit auch Erkenntnisstrukturen sowie Lern- und Verhaltensdispositionen. Im hier gewählten Zusammenhang wichtig sind Emotionen und das Sozialverhalten. Beides kann gegenüber Gruppenfremden durchaus anders sein, als gegenüber Angehörigen der eigenen Gruppe. Darüber hinaus  ermöglicht und fordert unser Gehirn das Aufsaugen einer Kultur. Daraus resultierendes moralisches Handeln kann durchaus im Widerspruch zu den oben angesprochenen primären Handlungsbereitschaften stehen.

Diese Themen bieten wieder Anlass zu spannenden Diskussionen im Philosophischen Café. Das „Philosophische Café“ ist ein Ort für Menschen, die im Austausch mit anderen über Themen aus der eigenen Lebenswelt nach-, um- und weiterdenken möchten. In entspannter Atmosphäre - bei Getränken und Gebäck - werden gemeinsam ausgewählte Themen durchdacht und diskutiert. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einzige Voraussetzung ist die Freude am Philosophieren! (Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.)

Biographie Dr. Bernhard Verbeek:

Dr. Bernhard Verbeek, geb. 1942, studierte in Kiel, München und Bonn; er lehrte als Professor der Ruhruniversität Bochum (seit 2004 i.R.) Zoologie und Didaktik der Biologie an der TU Dortmund. Als Autor von Sach- und Schulbüchern zum Thema Ökologie sowie interdisziplinär ausgerichteter Essays widmet er sich besorgniserregenden gesellschaftlichen Entwicklungen.

Buchveröffentlichung: Die Wurzeln der Kriege – Zur Evolution ethnischer und religiöser Konflikte. (Hirzel 2004)


Anfälligkeit für Manipulation führt zu Schwarm-Dummheit: Verkümmerung der emotionalen und sozialen Intelligenz

Dummheit zeigt sich im Wiederholen von Fehlern der Geschichte / Klugheit auch für destruktive Ziele einsetzbar

Wie Klugheit auch missbräuchlich eingesetzt werden kann, war einer der Diskussionspunkte in der vorigen Runde des  Philosophischen Cafe´, zu der wieder zahlreiche Philosophie-Freunde erschienen waren. In dem Bürger-Projekt aus dem Atelier der Ideen der Bürgerstiftung St. Viktor fand wie gewohnt ein reger Gedankenaustausch statt.  Klar umrissen wurde: Klugheit kann sowohl für konstruktive als auch destruktive Ziele eingesetzt werden.  Sie kann sich auch als Tücke, List und Schläue zeigen -  sie ist also nicht zwingend Edelmut!

Organisationsteam: Hartmann Schimpf, Brigtte Fritz, Emmi Beck

Dabei kristallisierte sich auch heraus, dass die Grenzen zwischen Weisheit und Klugheit nicht trennscharf sind. Klugheit gilt dem zweckdienlichen Handeln in konkreten Situationen. Weisheit dagegen zielt auf  umfassende Einsicht in ethische, erkenntnistheoretische und existenzielle Zusammenhänge.

Den größten Raum nahm  in der Diskussion das Phänomen Dummheit ein. Hierbei wurde genannt, dass wir Menschen selten Lehren aus geschichtlichen Katastrophen ziehen, so dass sich fatale Fehler - vor allem in Politik und Ökologie - wiederholen.

Anfälligkeit für Manipulation durch geschickte Demagogen führen nicht selten zu Schwarmdummheit, die der Kritikfähigkeit des mündigen Bürgers zuwiderläuft. Dadurch verkümmert nicht selten die emotionale und soziale Intelligenz.

Als eine Ursache der leichten Beeinflussung wurde die manchmal unzureichende Erziehung im Elternhaus genannt, an der es häufig schon in den ersten wichtigen Prägejahren des Kindes mangele. Die Eltern seien oftmals beruflich überlastet und delegierten Erziehungsaufgaben notgedrungen an Kindergärten und Schulen.

Auch wurde der zeitintensive Medienkonsum als negativer Faktor ausgemacht, der die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtige und selbständiges, kritisches  Denken und Handeln verhindere. Kritisch erwähnt wurde auch der soziale Druck, der durch den Konsumzwang der Spaßgesellschaft auf den Einzelnen ausgeübt werde und ihm freies und eigenes Denken und Entscheiden erschwere.


"Weisheit hat Grenzen - Dummheit nicht"   Was sind die Parameter der Phänomene?

Im "Philosophischen Café" werden spannenden Fragen aufgeworfen

Mit spannenden Fragen zu dem Thema „Weisheit hat Grenzen - Dummheit nicht“ wird das „Philosophische Café“ am Dienstag, 02. April,  um 18 Uhr im Alten Rathaus der Schwerter Mitte am Markt eröffnet.  Gestartet wird mit der ersten Überlegung: Welche Bedeutung für unser (Über-)Leben haben die Phänomene Weisheit, Klugheit und Dummheit? Die Referenten Hartmann Schimpf, Emmi Beck und Brigitte Fritz greifen als Impulsgeber je eines dieser Phänomene auf.

Dabei werden grundlegende Fragen aufgeworfen: Welche konkreten Verhaltensweisen sind als dumm, klug oder weise zu bezeichnen? Welche Kriterien liegen diesen Bewertungen zugrunde?

Vielleicht besteht Dummheit nur in der mangelnden Fähigkeit, aus seinem Wissen und seinen Erfahrungen die notwendigen Schlüsse zu ziehen.  Erschöpft sich Klugheit in großem Wissen, Schlauheit und Diplomatie? Und worin unterscheidet sich die erstrebenswerte Weisheit von Klugheit?

Mit all diesen Fragen werden sich die Teilnehmer in der sich anschließenden gemeinsamen Diskussionsrunde im Philosophischen Café auseinandersetzen und mögliche Antworten erarbeiten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einzige Voraussetzung ist die Freude am Philosophieren. Eingeladen sind alle Interessierten.

Das „Philosophische Café“ als Ort für Menschen, die im Austausch mit anderen über Themen aus der eigenen Lebenswelt nach-, um- und weiterdenken möchten, ist ein Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor. Die Organisatorinnen sind Brigitte Fritz und Emmi Beck. Der Eintritt ist frei. Spenden für eine Fortführung der Bürger-Projekte sind immer willkommen.


07.02.2019

Erkenntnisse zur Vielschichtigkeit der Toleranz

Von der Notendigkeit, die "Kultur des Streiten" wieder zu aktivieren - jenseits des "Empörialismus"

Wie vielschichtig Toleranz doch sein kann! Das zeigte sich in der regen Diskussion im „Philosophischen Café“ aus dem „Atelier der Ideen“ deutlicher als zuvor von den Teilnehmern gedacht. Gemeinsam wurden nach einem Impulsvortrag von Brigitte Fritz die verschiedenen Aspekte und Motivationen zur Toleranz herausgearbeitet.

Die Rolle der persönlichen Perspektive

Festgehalten wurde: Toleranz und Intoleranz entstehen immer aus einer persönlichen Perspektive heraus. Und Toleranz ist immer situativ, von den Umständen abhängig. In verschiedenen Zusammenhängen, Gemütslagen und Bedingungen ändert sich unser Toleranzverhalten. Es ist nicht immer gleich. Dazu wurden Beispiele und Unterschiede des Toleranzverhaltens in der Gemeinschaft mit anderen aufgeführt:  in der privaten Partnerschafts-Beziehung, der Freizeit, der Berufswelt, Religion  und Politik.

Grenzen zur Abwehr von Unrecht

Dem folgte die Erkenntnis: Toleranz muss auch Grenzen haben, um Unrecht und falschem Verhalten Einhalt zu gebieten - sowohl im Kleinen (z.B. Ungerechtigkeiten) als auch im Großen (z.B. Krieg und Menschenfeindlichkeit). Dazu wurde die Forderung diskutiert, dass die »Kultur des Streitens« wieder aktiviert werden müsse, jenseits des »Empörialismus«.

Werte und Recht als Orientierungsmaßstab

Einigkeit herrschte, dass mit steigendem Alter und zunehmender Erfahrung es leichter falle, Toleranz walten zu lassen. Betont wurde auch, dass Toleranz  zwar persönlich gesteuert sei, subjetiv, aber dennoch auch immer in Zusammenhang mit (moralischen) Werten stehe. Sie orientiere sich im großen und ganzen an einer Werte-Skala, die die Gesellschaft selbst aufgestellt hat. Natürlich wurde auch das Recht als eine Orientierungslinie für Toleranz herausgestellt. Dabei wurde unterstrichen, wie wichtig es sei, die Werte an folgende Generationen zu vermitteln, um die Toleranz auch weiterhin als wichtiges Gut in der Gemeinschaft halten zu können. Das Fazit einer Teilnehmerin wurde gerne von allen Gästen als Schlusswort stehen gelassen: „Wir können doch sehr froh sein, dass in unserer Gesellschaft die Werte und somit die Toleranz noch so stimmen.“

Die Buchempfehlung von Brigitte Fritz: Die Grenzen der Toleranz, Michael Schmidt-Salomon, Piper Taschenbuch, 2016.

Text und Fotos: Martina Horstendahl


Brigitte Fritz hält den Einstiegsvortag: Die Grenzen der Toleranz

12.01.2019

Müssen wir alles dulden und respektieren?               Wo sind die „Die Grenzen der Toleranz“?

Einstiegsvortrag von Brigitte Fritz zum "Philosphischen Café" am 5. Februar

Mit einem Einführungsvortrag von Brigitte Fritz steigt das „Philosophische Café“ am Dienstag, 05. Februar 2019 in das Thema „Die Grenzen der Toleranz“ ein.

Um 18 Uhr laden Brigitte Fritz und Emmi Beck als Organisatorinnen des Bürgerprojekts aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor alle Interessierte in das Alte Rathaus der Schwerter Mitte am Markt ein, gemeinsam das Thema Toleranz zu diskutieren, Denkansätze auszutauschen oder gar persönlich neue zu entwickeln.

Brigitte Fritz umreißt vorab das Thema und stellt verschiedene Fragen in den Raum: "Toleranz ist die Fähigkeit, etwas zu ertragen, durchzustehen, auszuhalten oder zu erdulden und gilt als erstrebenswerte Tugend. Wer tolerant ist, der nimmt hin, dass andere Menschen anders denken und handeln.

Doch ist eine tolerante Haltung immer gerechtfertigt?

Hat vieles, was Menschen tun und wollen, wirklich Duldung und Respekt verdient? Kann unsere offene Gesellschaft aufrechterhalten werden, wenn wir alles tolerieren?

Wohl nicht. Uneingeschränkte Toleranz zerstört sich am Ende selbst.

Es gilt also, die Grenzen der Toleranz auszuloten. Was müssen wir verhindern, was ablehnen? Was ist zu verteidigen und was zu stärken? Um diese Fragen geht es beim nächsten Treffen im Philosophischen Café."

Das „Philosophische Café“ ist ein Ort für Menschen, die im Austausch mit anderen über Themen aus der eigenen Lebenswelt nach-, um- und weiterdenken möchten. In entspannter Atmosphäre - bei Getränken und Gebäck - werden gemeinsam ausgewählte Themen  durchdacht und diskutiert.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die einzige Voraussetzung ist Freude am Philosophieren! Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Weitere Termine 2019: Dienstags: 02. April 2019/ 04. Juni 2019/ 03. September 2019/ 05. November 2019, jeweils von 18.00-20.00 Uhr.


Dr. Michael Zeller: Ein Tag im Leben eines Schriftstellers

Dem Impulsvortrag des Autors folgte im "Philosophischen Café" ein reger Ausstausch mit den Gästen

Mit der Schilderung eines Tages aus dem Leben eines Schriftstellers startete Dr. Michael Zeller (Wuppertal) seinen Impulsvortrag im Philisophischen Café mit dem Thema "Die Philosophie des Schreibens". An die Lesung des Autors aus seinem Werk schloß sich unter Leitung von Emmi Beck und Brigitte Fritz eine rege Diskussion im Alten Rathaus am Markt an. Die Besucher des Philosophischen Cafés hatten zahlreichen Fragen an den Schriftsteller, der schon Ende der 90er Jahren als "Stadtschreiber" in Schwerte kreativ aktiv war und inzwischen zahlreiche Werke veröffentlicht hat. Das Philosophische Café ist ein von Bürgerinnen und Bürgern initiiertes und organisiertes Projekt aus dem "Atelier der Ideen" der Bürgerstiftung St. Vikor. Die Reihe "Philosophisches Café" wird im nächsten Jahr auf jeden Fall fortgesetzt. Zum Vormerken für die zahlreichen Freunde des Philosophischen Cafés: Nächster Termin ist am Dienstag, 5. Februar 2019, um 18 Uhr in der Schwerter Mitte, Altes Rathaus am Markt. 


Michael Zeller ist am 22. Oktober zu Gast

Michael Zeller gibt Impulsvortrag:

"Die Philosophie des Schreibens"

Brigitte Fritz und Emmi Beck laden wieder ins "Philosophisches Café"      am Montag, 22. Oktober, um 18 Uhr im Alten Rathaus am Markt ein

 „Die Philosophie des Schreibens“ ist Thema des nächsten Treffens im Philosophischen Café. Aus welchen Quellen schöpfen wir beim Schreiben eines Textes? Wie gelingt es, daraus Wirklichkeit entstehen zu lassen?  Wann und wodurch wird aus dem Text ein Gedicht, eine Erzählung, ein Roman? Ist die Freiheit des Verfassers grenzenlos? Ist „Fiktion“ nur ein anderes Wort für „Lüge“? Und wie stellt sich der Schreibende den idealen Leser vor?

Diese Fragen greift Michael Zeller auf -  vielfach ausgezeichneter Autor von mehr als 40 literarischen Werken und 1999 Stadtschreiber in Schwerte.  Er führt mit einem Impulsvortrag in das spannende Thema ein. Wir dürfen wieder auf einen regen Gedankenaustausch des diskutierfreudigen Schwerter Publikums im Philosophischen Café gespannt sein!   

Beginn ist am Montag, 22. Oktober 2018, um 18 Uhr im Alten Rathaus am Markt in Schwerte. Der Abend wird wieder unter der bewährten Organisation von Brigitte Fritz und Emmi Beck gestaltet. Die Veranstaltung ist ein finanziell gefördertes Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor (Koordination Martina Horstendahl). Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Das „Philosophische Café“ ist ein Ort für Menschen, die in einem offenen Gedankenaustausch über Themen aus der eigenen Lebenswelt nach-, um- und  weiterdenken möchten. In entspannter Atmosphäre -  bei Getränken und Kuchen - werden gemeinsam ausgewählte Themen  durchdacht und diskutiert.

Ein kurzer Vortrag führt in das jeweilige Thema ein und erleichtert den Einstieg in das gemeinsame Gespräch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einzige Voraussetzung ist die Freude am Philosophieren:

 „Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie“ (Marcus Tullius Cicero) 

Biographie zu Michael Zeller

Nach einer akademischen Laufbahn (Marburg, Bonn, Erlangen), mit Promotion und Habilitation, lebt er seit den 1980er Jahren  als Freier Schriftsteller (FOLLENS ERBE, CAFÉ EUROPA, REISE NACH SAMOSCH, FALSCHSPIELER). Sein umfangreiches und vielgestaltiges Werk von mehr als vierzig literarischen Buchtiteln (neben den acht Romanen mehrere Gedicht- und Erzählbände) wurde mehrfach ausgezeichnet. Seit 2007 arbeitet der Autor literarisch mit Schülern verschiedener Schultypen in Nordrhein-Westfalen zusammen. Davon sind bis heute acht Titel erschienen. Zuletzt im Sommer 2017, mit Schülern des Friedrich Bährens Gymnasiums in Schwerte: BUNT IST UNSER LEBEN.

Seine aktuelle Buchveröffentlichung, vom Frühjahr2018: DIE TÜRKISCHE FREUNDIN. Geschichten und Gedichte – von Begegnungen zwischen Deutschen und Türken hier im Land, von heute bis in die 1990er Jahre. Seit längerem lebt Michael Zeller in Wuppertal und war 1999 als Stadtschreiber für mehrere Monate in Schwerte. Über diesen Aufenthalt entstand das Buch MEIN  SCHÖNER  ORT.


24.07.2018

Schwere Kost leicht verständlich vermittelt:  Von Bettlern, Geflüchteten und mir selbst

Dr. Ulrich Dickmann erkärte Emanuel Levinas Philosophie zur "Verantwortung für den Anderen" auf das alltägliche Leben bezogen

Emanuel Levinas – Keine leichte Kost. Doch Dr. Ulrich Dickmann, Gastreferent im Philosophischen Café, ist es gelungen, die Thesen des litauischen Philosophen (1906-1995) herunter zu brechen. So konnte sich eine angeregte Diskussion an den Eingangs-Vortrag des stellvertretenden Leiters der katholischen Akademie Schwerte anschließen.

Verantwortung als gesetzte Verpflichtung

 

Im Mittelpunkt stand „Die Verantwortung für den Anderen“, die laut Levinas als eine grundsätzliche Verpflichtung vorausgesetzt ist. Das andere Individuum hat einen Anspruch auf meine Verantwortung. Levinas sieht Verantwortung immer in einer Beziehung. Der andere zeigt mir nicht nur sein Gesicht, sondern auch sein Antlitz, sein Inneres, und sendet so einen Apell (einen Hilferuf) an mich, fordert mich auf, Verantwortung zu übernehmen. Diese kann ich nicht an andere abgeben.

Fragen für das (Alltags-)Leben

 

Daraus ergaben sich zahlreiche Fragen der Teilnehmer im Philosophen Café: Was ist, wenn ich meine Verantwortung nicht wahrnehme? Wenn ich einfach an einem Bettler vorbeigehe? Warum tue ich das? Was geschieht dabei mit mir?

Was ist, wenn der neu in Schwerte angekommene Geflüchtete meine Hilfe unter Umständen nicht möchte oder etwas ganz anderes benötigt, als ich ihm anbiete? Wie verstehe ich meine Verantwortung richtig?

Verantwortung für sich selbst setzt Grenzen

 

Was mache ich, da ich doch nicht für alle Bedürftigen eine Verantwortung übernehmen kann? Wo endet die Verantwortung für den anderen und wo beginnt die Verantwortung für mich selbst, wenn ich sehe, ich schaffe es nicht mehr,  da die Verantwortung bzw. meine Arbeit zur Hilfe zu umfangreich wird? Wann wird die Verantwortung zur Bürde?

Wo bleibt aktuell die Verantwortung für Geflüchtete?

 

Möchte ich überhaupt, dass andere Verantwortung für mich übernehmen? Wo ist in der momentanen Asyldebatte die Verantwortung gegenüber den zahlreichen Geflüchteten und Flüchtenden?

Uneinlösbarer Anspruch -> Persönliche Wegweiser statt Lösung

 

So entwickelte sich ein angeregter Austausch, der nicht das Ziel hat, konkrete allgemeingültige Ergebnisse zu liefern, der aber manchem auf seinem eigenen Weg weiterhelfen kann. So waren häufiger  Beiträge zu hören wie: „So habe ich das noch nie betrachtet“,  „da habe ich bisher viel zu eng  und in Schubladen gedacht“ oder „jetzt verstehe ich das“. Levinas selbst betont, dass die Forderung des Anderen an mich unendlich ist und es unmöglich sei, dem Anspruch gerecht zu werden, die Forderung einzulösen.

Niederschwellige Gesprächsrunde für jeden Gedanken

 

Die Runde im Philosophischen Café zieht den Vorteil daraus, dass sie unter der Leitung von Emmi Beck und Brigitte Fritz als Bürger-Projekt aus dem "Atelier der Ideen" der Bürgerstiftung St. Viktor sehr niederschwellig angelegt ist: Jeder mit Interesse an der Philosophie – ob Insider oder Neuling - kann teilnehmen. Jeder Beitrag und jede Frage werden ernst genommen und besprochen.

Neue Erkenntnisse gewinnen

 

So kommt es zu zahlreichen und guten Beiträgen aus dem eigenen Wissen und den  eigenen Lebenswelten, die die hohen Theorien der Philosophen für den Alltag aller verständlich werden lassen.  Jeder kann  mithilfe der Referenten und der anderen Teilnehmer einen Zugang finden, neue Erkenntnisse gewinnen oder eine Bestätigung des bereits Gedachten in  philosophischem Kontext wohl formuliert und strukturiert wiederfinden.

Referenten-Lob für großes Interesse und gute Atmosphäre

 

Und so zog auch Dr. Dickmann eine positive Bilanz des Abends und lobt die zahlreichen Wortmeldungen und die gute Atmosphäre im Philosophischen Café. Das spiegele sich auch in der Größe der Runde - mehr als 40 Gäste waren gekommen - und dem starken Interesse wider: „Dass trotzt Ferien und des heißen Wetters die Gäste so zahlreich erschienen sind, hätte ich nicht erwartet.“

Text & Fotos: Martina Horstendahl


Zu Gast im Philospischen Café: Dr. Ulrich Dickmann

Meine Verantwortung für den Anderen

Dr. Ulrich Dickmann stellt in seinem Vortrag am 23. Juli 2018                  Emmanuel Levinas Denkansatz im Philosophischen Café vor

Wo beginnt meine Verantwortung, wo endet sie? Wofür trage ich Verantwortung? Was muss ich tun, um meiner Verantwortung gerecht zu werden?

Diese Fragen werden in die Runde gestellt, wenn am Montag, 23. Juli, Brigitte Fritz und Emmi Beck wieder in das Philosophische Café einladen. Beginn ist um 18 Uhr im Alten Rathaus am Markt, Brückstrasse14.

Grundlage der Diskussion an diesem  Abend ist der Vortrag von Levinas-Experte Dr. Ulrich Dickmann unter dem Thema „Meine Verantwortung für den Anderen“.

Jeder ist sich selbst der Nächste! -  Eine menschenwürdige Welt lässt sich darauf wohl nicht gründen. Kein anderer Philosoph hat den Menschen so radikal vom Anderen her bestimmt wie Emmanuel Levinas (1906 – 1995). Mensch sein heißt, Levinas zufolge, verantwortlich zu sein für den anderen Menschen. Sein Antlitz ruft mich zu einer Verantwortung, die meiner Freiheit vorausgeht und mehr verlangt, als mir lieb ist.

Mit dieser Sichtweise Levinas beschäftigt sich Dr. theol. Ulrich Dickmann bereits seit geraumer Zeit. Ulrich Dickmann, 1964 in Duisburg geboren, ist seit Juli 2007 stellvertretender Direktor der Katholischen Akademie in Schwerte, verantwortlich für den Fachbereich Theologie und Philosophie. Er wohnt mit seiner Familie in Schwerte-Geisecke und engagiert sich in der Antonius-Gemeinde ehrenamtlich.

Nach dem Abitur studierte Ulrich Dickmann Katholische Theologie und Philosophie in Bonn, Freiburg/Br. und Tübingen, wo er 1997 über den jüdisch geprägten Philosophen Emmanuel Levinas promovierte. Das Thema seiner Dissertation: „Subjektivität als Verantwortung“(Kurztitel).

Der Eintritt zu diesem Bürger-Projekt aus dem "Atelier der ideen" der Bürgerstiftung St. Viktor ist frei, Spenden zur Förderung der Projekte sind willkommen.


24.04.2018

Ute Lauterbach erklärte wie "philosophisch Leben" funktionieren kann

Großes Interesse - Mehr als 50 Gäste kamen zu Vortrag und Gespräch auf Einladung des Bürger-Projektes der Bürgerstiftung rund um St. Viktor in die ehemalige Museumshalle: Heimkehren ins Labyrinth

Über das philosophische Fundament und die erste und zweite Etage hoch hinauf auf die Dachterrasse: Philosophin und Lebensberaterin Ute Lauterbach veranschaulichte mit bildhaften Beispielen, wie der Weg auf der Bewußtseinsskale nach oben führen kann - hin zum philosophisch Leben. "Die Stürme und Gewitter rechts und links des Weges liegen lassen und heimkehren ins Labyrinth" war ihre Empfehlung im "Phisosophischen Café", einem Bürger-Projekt aus der Bürgerstiftung rund um St. Viktor. Unwichtiges und aller "Schrott" des Lebens solle asugeklammert und überwunden werden, damit sich jeder auf das Wesentliche konzentrieren kann, ganz bei sich sein kann. Die Kraft, die man daraus ziehe, setzt Energien frei für wirklich Wichtiges im Leben. Für Wichtiges im eigenen Leben - und durch die positiven Schwingungen strahle die Energie auch auf andere aus.

Ute Lauterbach gab auch gleich zwei Tipps, wie der "Schrott", das Verfangen im Unwesentlichen überwunden werden kann, der Ausstieg aus dem Gedankenkarusell gelingt. Durch ständiges Üben wie beispielsweise Autofahren könne man auch schlechte Gedanken abtrainieren, bzw. gute Gedanken antrainiern. Eine weitere Möglichkeit sei ein ständiges Wiederholen des Gedankenziels kurz vor dem Einschlafen. Die Sätze könne man auf dem Handy per Sprachmemo aufnehmen und abends im Bett abspielen, um sie mit in die Träume zu nehmen. So könnten sie verinnerlicht und automatisiert werden.

Die Gäste waren von Ute Lauterbachs intensiven Ausführungen sehr angetan, wie sich in der Diskussionsrunde zeigte. Deutlich wurde dabei auch, wie unterschiedlich die Aussagen aufgenommen worden waren. Jeder hatte sich das für ihn Wichtige aus den vielen Anregungen und Erklärungen von Ute Lauterbach herausgefiltert - teils auch anders, als von der Philosophin beabsichtigt. Es ist ein weiter Weg zu einer Philosophie.

Sicher ist jedoch, dass viele Gäste einen Anstoß erhalten hatten, sich und ihre Lebensweise zu überdenken.

Text und Fotos: Martina Horstendahl

 

Hochkarätige Referentin möchte mit

Leichtigkeit Gedankenwolken wegschieben

Ute Lauterbach ist zu Gast im Philosophischen Café im Alten Rathaus: Der Weg zur Selbstbefreundung und Tipps zum lässigen Scheitern

Brigitte Fritz und Emmi Beck freuen sich als Gastgeberinnen des Philosophischen Cafés am Montag, 23. April, um 18 Uhr eine besondere Philosophin, Lebensberaterin und Sachbuchautorin im Alten Rathaus an der Brückstrasse begrüßen zu drüfen, die ihr Wissen und ihre Tipps mit viel Humor, Selbstironie und packender Leichtigkeit herüberbringt.

Ute Lauterbach stieg 1990 als Studienrätin für Philosophie und Englisch in den philosophisch-therapeutischen Bereich um. Sie gründete das Institut für psycho-energetische Integration.

Lauterbachs innerstes Anliegen ist es, Gedankenwolken wegschieben. Biographischen Müll entsorgen. Selbstbefreundung fördern. Unsinnspflege. Deshalb schreibt sie Bücher, hält Vorträge, bietet Seminare und Einzelgespräche an.

Ihre Bücher sind u.a. „Lässig scheitern“, „Jammern mit Happy End“, „Raus aus dem Gedanken-karussell“, „Kopf frei – 14 Tipps, wie Sie eingefahrene Kommunikationsmuster verlassen“, „Wer sich liebt, umarmt die Welt“, „Lebenskunst“ und das „Zeit-beschaffungs-Buch“.

Die schönste Erfahrung – die eines ganz freien Kopfes – pflegen und weitergeben ist ihr Motto. Wir machen diese Erfahrung annähernd, wenn wir kräftig lachen oder wenn wir uns im Schönen gänzlich verlieren, erklärt Lauterbach.: „Wenn der Kopf frei ist und das Herz ganz weit, dann schauen wir als ,klares Weltauge’. Wir haben volle Sicht – full sight.“ Wir sind am „Fullinger“-Punkt auf der von Ute Lauterbach entwickelten Bewusstseinsskala.

Eintrittskarten zu 5 € sind im Vorverkauf in der Ruhrtal-Buchhandlung in der Hüsingstrasse 20 und an der Abendkasse erhältlich.

Das Philosophische Café ist ein gefördertes Bürger-Projekt aus dem "Atelier der Ideen" der Bürgerstiftung St. Viktor.


24.01.2018

Wohlbefinden oder Glück?

Das Projekt aus dem "Atelier der Ideen" findet guten Zuspruch: Große Runde diskutiert im Philosophischen Café

Der Unterschied zwischen Wohlbefinden und Glück war eines der intensiv diskutierten Themen  beim vorigen Treffen im Philosophischen Café. In erfreulich großer Runde von 19 Teilnehmern wurde die Frage, ob Glück nur in einem Moment erfahrbar ist oder auch über größere Zeiträume genossen werden kann, ebenso angedacht wie die Überlegung, inwiefern Glück von Erziehung und Umfeld abhängig ist. Und was bedeutet Glück für jeden Einzelnen? Wann empfinde ich Glück? Nach zahlreichen Beiträgen und interessanten Debatten konnte jeder Gedankenanstöße und das gemeinsame Fazit mit nach Hause nehmen: Glück hat viel mit Offenheit, Reflektion, Dankbarkeit und Verantwortung zu tun.  Die Frage, ob ich mein eigenes Glück gestalten kann, ob ich meines Glückes Schmied bin, wird in persönlichen Gedankengängen jeder für sich weiterhin überdenken.

Tipp zum Vormerken: Zum nächsten Treffen im Philosophischen Café wird am 23. April in die Halle des Alten Rathauses/ ehem. Museum, Brückstrasse 14, eingeladen. Dann ist ab 18 Uhr die bekannte Philosophin, Autorin und Seminar-Leiterin Ute Lauterbach als Referentin zu Gast.

Redaktion und Fotos: Maratina Horstendahl

Eine Anregung für jeden aus der Zitaten-Dose
Aufmerksame Zuhörer in der Diskussionsrunde

"Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie" (Ein Zitat von Marcus Tullius Cicero)

09.01.2018

Herzliche Einladung zur  2. Gesprächsrunde

in das "Philosophische Café" im Museum

Montag, 22. Januar 2018 von 18.00 – 20.00 Uhr, Brückstraße 14

Das „Philosophische Café“ ist ein Ort für Menschen, die im Gespräch mit anderen über Themen aus der eigenen Lebenswelt nach-, um- und  weiterdenken möchten. In entspannter Atmosphäre -  bei Getränken und Kuchen  -  werden gemeinsam ausgewählte Themen  durchdacht und diskutiert.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die einzige Voraussetzung ist Freude am Philosophieren!

Beim vorigen Treffen stellten wir zunächst die Frage, ob uns das Philosophieren zu einem besseren Leben verhelfen kann. In der anschließenden Diskussion ergaben sich weitere Themen wie „Habe ich einen freien Willen?“, „Was ist der Sinn meines Lebens?“ und „Bin ich meines eigenen Glückes (oder Unglückes) Schmied?“ Diese Themen sollen nun weiter besprochen und vertieft werden.

Die Abendrunde am 22. Januar eröffnet Brigitte Fritz mit einem kurzen Vortrag zum Einstieg in das gemeinsame Gespräch:  „Bin ich meines eigenen Glückes Schmied und wie kann ich meinem Leben Sinn geben?“

Die nächsten Veranstaltungen im „Philosophischen Café“ finden jeweils montags statt am: 23.04.2018/ 23.07.2018 / 22.10.2018.

Die Organisation liegt in den Händen von Brigitte Fritz und  Emmi Beck.

Das „Philosophische Café“ ist ein finanziell gefördertes Bürger-Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung rund um St. Viktor.

Koordination: Martina Horstendahl

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.


Eine Runde von 14 Besuchern diskutierte angeregt im Philosophischen Café in der Museumshalle

17.11.2017

Sind wir unseres eigenen Glückes Schmied?

Im "Philosophischen Café" im Museum kamen "Philosophen des Alltags" zu einem lebhaften Austausch zusammen

Haben wir einen eigenen Willen? Sind wir unseres Glückes Schmied? Das waren die zentralen Fragen, mit denen sich die Besucher des Philosophischen Cafés in der Musemshalle  eingehend beschäftigt haben. Nach einer kurzen Einführung von Organisatorin Brigitte Fritz unter dem Thema "Verhilft Philosophieren zu einem besseren Leben?" startete die Runde der 14 Gäste an gemütlich gedeckter Tafel bei Tee, Kaffee und Kuchen in die Auseinandersetzung, die sich durch verschiedene Ansätze und Meinungen spannend gestaltete. Unter der Moderation von Emmi Beck fand ein reger Austausch statt.

Die Café-Besucher - alles "einfache Philosophen des Alltags" - betonten, dass sie zahlreiche Denkanstöße erhalten hätten. Sie begrüßten dieses Projekt aus dem „Atelier der Ideen“ der Bürgerstiftung St. Viktor ausdrücklich und baten um Fortsetzung im nächsten Jahr. Als Referenten werden dann u.a. Dr. Michael Zeller und Ute Lauterbach erwartet. Die Termine wurden bereits festgesetzt. Nächstes Treffen im Philosophischen Café ist am Montag, 22. Januar 2018 um 18. Uhr im Museum, Brückstrasse 14.

Redaktion und Fotos: Martina Horstendahl

Organisatorin Brigitte Fritz begrüßte die Café-Gäste herzlich...
...und führte mit einem kleinen Referat in das Thema ein
Emmi Beck leitete als Moderatorin die Diskussionsrunde
Keckse mit philosophischen Zitaten sorgten für Auflockerung
Zum Schluss wieß Brigitte Fritz auf das Programm im nächsten Jahr hin
 

Mittwoch, 15. Nov., 18 - 20 Uhr

Das Philosophische Café debattiert

Themen aus der eigenen Lebenswelt

Alle, die Lust und Freude am Philosophieren haben, sind zum nächsten Bürgerprojekt der Bürgerstiftung St. Viktor in die Museumshalle eingeladen. Am Mittwoch, 15. November, eröffnet Brigitte Fritz (siehe Foto) als Organsatorin die Runde bei Kaffee und Kuchen mit einem Einführungsrefertat als Gedankenanstoß zu dem Thema "Verhilft Philosophieren zu einem besseren Leben?". An der anschließenden Diskussion kann ohne Vorkenntisse teilgenommen werden.

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